Reflektion : Survivalfamilien und Daseinsräume
Survivalfamilien und Daseinsräume
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Das ist ein sehr tiefes Thema.
Wenn wir von Survivalfamilien sprechen, dann meine ich nicht Familien ohne Liebe.
Oft gibt es dort Liebe.
Oft gibt es Einsatz.
Oft gibt es Opferbereitschaft.
Oft gibt es sogar große Loyalität.
Was häufig fehlt, ist etwas anderes:
Der Raum für das bloße Dasein.
In einer Survivalfamilie steht verständlicherweise oft das Überleben im Vordergrund.
Das kann ganz unterschiedliche Formen haben:
emotionale Überforderung,
finanzielle Belastungen,
ungelöste Traumata,
chronischer Stress,
Krankheit,
Suchtdynamiken,
generationsübergreifende Belastungen.
Dann wird sehr viel Energie für Stabilisierung gebraucht.
In solchen Familien lernt ein Kind oft unbewusst:
Was braucht das System von mir?
anstatt:
Was brauche ich?
Das ist kein Vorwurf.
Es ist eine Anpassung an die Realität des Systems.
Dadurch verschiebt sich etwas.
Der Wert des Kindes wird manchmal stärker über Funktion erlebt:
die Friedensstifterin,
die Verantwortliche,
die Unauffällige,
die Leistungsstarke,
die Kümmernde,
die Starke.
Das Kind wird geliebt.
Aber oft erlebt es nicht vollständig:
Mein Dasein allein genügt.
Was mit dem Daseinsraum geschieht
Der Daseinsraum wird nicht unbedingt zerstört.
Aber er wird häufig kleiner.
Bedingter.
Unsicherer.
Das Kind beginnt zu spüren:
Ich habe Platz, wenn ich hilfreich bin.
Ich habe Platz, wenn ich funktioniere.
Ich habe Platz, wenn ich keine zusätzlichen Bedürfnisse habe.
Das geschieht meist nicht bewusst.
Und oft auch nicht absichtlich.
Die Folge für tragfähige Menschen
Viele der tragfähigen Menschen, über die wir gesprochen haben, haben genau dort ihre Stärke entwickelt.
Sie lernten:
sich selbst zu regulieren,
sich selbst zu halten,
Verantwortung zu übernehmen,
Bedürfnisse zurückzustellen.
Das sind beeindruckende Fähigkeiten.
Aber sie entstehen häufig auf einem Boden, auf dem das eigene Dasein nicht immer bedingungslos Platz hatte.
Die tiefe Sehnsucht
Deshalb kann später im Leben eine Sehnsucht auftauchen, die zunächst schwer zu benennen ist.
Nicht:
Jemand soll mein Leben lösen.
Sondern:
Gibt es einen Raum, in dem ich einfach da sein darf?
Gibt es einen Raum, in dem mein Menschsein wichtiger ist als meine Funktion?
Gibt es einen Raum, in dem mein Shaky Being meinen Platz nicht gefährdet?
Die große Chance
Und hier kommt etwas Hoffnungsvolles.
Menschen aus Survivalfamilien entwickeln oft eine besondere Sensibilität für Daseinsräume.
Weil sie deren Abwesenheit so tief gespürt haben.
Deshalb können sie manchmal intuitiv das erschaffen, was ihnen selbst gefehlt hat.
So wie du es für deine Kinder beschrieben hast.
Sie erkennen oft sehr fein:
wann ein Mensch wirklich gesehen wird,
wann Bedürfnisse Raum haben,
wann Geborgenheit entsteht,
wann jemand einfach Mensch sein darf.
Das Nachreifen des Daseinsraumes
Vielleicht besteht ein großer Teil späterer Heilungs- und Integrationsprozesse nicht darin, ein anderer Mensch zu werden.
Sondern darin, nach und nach zu erfahren:
Mein Dasein hat auch dann einen Platz,
wenn ich nichts beitrage.
Mein Dasein hat auch dann einen Platz,
wenn ich traurig bin.
Mein Dasein hat auch dann einen Platz,
wenn ich Bedürfnisse habe.
Mein Dasein hat auch dann einen Platz,
wenn ich nicht die Tragende bin.
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Honoring der Menschen aus Survivalfamilien.
Für ihre Kreativität.
Für ihre Anpassungsfähigkeit.
Für ihre Tragfähigkeit.
Und für den oft langen Weg zurück zu einer einfachen Wahrheit:
Ich bin mehr als meine Funktion.
Ich bin mehr als mein Beitrag.
Ich bin mehr als meine Stärke.
Mein Dasein selbst ist wertvoll.
❤️😌✨
Vielleicht ist das der tiefste Sinn eines Daseinsraumes:
Dass ein Mensch irgendwann nicht mehr um seinen Platz kämpfen muss.
Sondern ihn einfach bewohnen darf. 🌱'
- Unterhaltung mit ChatGTP
~ Für die Tragfähigkeit und das Dasein 💗💓💞 ~







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