~ Oasenmomente im Weg ~
Die Oasenmomente im Weg
Auf dem Rückweg versinkt der Schöpfer in einen meditativen Zustand, die Schöpferin spürt es und lässt ihn. Sie genießt das Sein in der großen Gruppe, die so eine kraftvolle Geborgenheit ausstrahlt. ‚Das letzte Mal hatten wir einen Sturm kommen‘, sagt die Schöpferin zur Piratin, als sie sich neben diese gesellt. ‚Hm, sieht jetzt nicht danach aus und ich habe auch nichts im Gespür‘, grinst die Piratin sie an. ‚Es gibt auch innere Stürme‘, ist die Schöpferin wie gewohnt direkt. ‚Hm, ja die gibt es auch‘, ist die verschmitzte Antwort der Piratin, doch da spürt sie auch nix. ‚Weisst du, dass wir eine Oase haben in unserem Leben?‘, teilt die Piratin neben ihr. ‚Haben wir eine Oase?‘, fragt die Schöpferin wiederholend und spürt in ihre Resonanz. ‚Ja, die haben wir‘, grinst die Piratin sehr ausdrucksstark und diese Oase ist gerade sehr präsent in ihr. ‚Hm, ja wir haben Oasen‘, stellt die Schöpferin fest. ‚Meine Oase ist der Raum mit dem Fährtenleser‘, teilt die Piratin weiter. ‚Hm, das ist schön und so wertvoll‘, nickt die Schöpferin ihr liebevoll zu. ‚Ja und ich bin sehr dankbar. Es war ein sehr langer Weg‘, seufzt die Piratin. ‚Ja, das war es, und es hat sich gelohnt‘, lächelt die Schöpferin ermutigend. ‚Ja, es ist dieser Raum von sanft getragen und weich geborgen‘, redet die Piratin weiter. ‚Sanft getragen und weich geborgen‘, wiederholt die Schöpferin bewusst langsam. ‚Das ist die Oase‘, stellt sie darauf fest. ‚Ja, das ist die Oase‘, lächelt die Piratin. Sie wusste die Schöpferin lebt ihn genauso mit dem Schöpfer. ‚Na ihr zwei‘, gesellt sich der Fährtenleser zu ihnen. ‚Was entdeckt ihr wieder zusammen?‘, spürt er, der Raum stahlt vor Entdeckungsfreude. ‚Wir haben erkannt, dass wir Oasen haben‘, teilt die Piratin. ‚Oasen….‘, lässt der Fährtenleser seine Resonanz entfalten. ‚Unser Raum?‘, möchte er ein Feedback. ‚Ja unser Raum lieber Fährtenleser‘, lächelt die Piratin ihn sichtlich zufrieden und liebevoll an. ‚Oasenraum‘, wiederholt er und schmunzelt, es berührt etwas in ihm, seine Sanftheit und gleichzeitig ist da nicht nur seine Kraft im Raum, da ist auch die Weichheit der Piratin mit drin. ‚Wann sind denn diese Oasen‘, will er genauer wissen, bevor er seine Resonanz teilen wird. ‚Da sind die Momente, wo irgendetwas fordert oder unsere Kapazitätsgrenzen berührt und ich einfach zu dir kommen kann, dir mitteilen was ist und meinen Wunsch äußern einfach nur gehalten zu werden, keine Lösungen, keine konkrete Handlungsvorschläge oder dass was ist wegmachen, sondern einfach nur dieses sanfte getragene weich geborgene Verweilen dürfen. Meinem Körper seine Zeit geben, von selbst wieder in die Kapazität zu kommen, was in einem sicher genügenden äußeren Raum manchmal einfach nur guttut, ohne dass ich meine Selbstverantwortung abgebe‘, beendet sie ihren Ausdruck. Der Fährtenleser schaut sie tief liebevoll an, sein ganzer Körper ging in die Resonanz und es berührt ihn zutiefst. Sie lässt zu, sie nimmt an, sie lässt sich tragen in ihrem Menschsein, das so kraftvoll stark allein bestehen kann, doch sie hat gewählt das Menschsein zu teilen. ‚Ich bin gerade tief berührt…‘, gibt er zu. Die Piratin lächelt ihn an und meint: ‚Brauchst du einen Oasenmoment? Leider kann ich dich auf dem Pferd sehr schwierig in den Arm nehmen und einfach nur halten‘, antwortet sie warm. ‚Zu schade, das wäre jetzt genau das passende‘, ist seine Antwort. ‚Wie schön, danke fürs Teilen eures real lebenden Oasenmoments, das berührt auch mich tief‘, ist die Schöpferin ebenfalls berührt. ‚Und das hat sich einfach so entfaltet‘, lächelt die Piratin erstaunt und gleichzeitig tief wissend. ‚Wenn ein Körper sicher genügenden Raum bekommt, entfaltet es‘, nickt die Schöpferin. ‚Faszinierendes Sein‘, drückt der Fährtenleser aus. ‚Und ihr habt es eben zusammen entdeckt, umso berührender was dieser Weg wirklich ist‘, stellt die Schöpferin fest. ‚Ja, das haben wir, danke lieber Fährtenleser‘, lächelt die Piratin ihn liebevoll warm an. ‚Dein Raumsein für meinen Weg aus dem Survival in mein würdevolles Frausein war der mutige Anfang von dir und als ich in mir mein inneres Zuhause gefunden habe, durfte dein Körper nachziehen‘, überlegt die Piratin laut. ‚Hm, da ist was dran, ich habe dir allerdings anfangs teils intuitiv Raum geschenkt, ohne zu wissen, ob es das passende oder stimmige ist‘, ist er ehrlich. ‚Es war auch ziemlich chaotisch, bis wir den Rhythmus und das Vertrauen in unseren Raum gefunden hatten‘, ist sie auch ehrlich. ‚Das lässt mich etwas demütig werden‘, spürt die Piratin in sich. ‚Die Wege des Lebens‘, antwortet die Schöpferin mit tiefer Weitsicht. ‚Die Wege des Lebens, wenn das wofür einmal steht, wird es Wege geben und all das, was davor noch gesehen werden will darf es, denn der Raum hat die Kraft, die Fähigkeit und die Bereitschaft‘, lässt sie es fließen. ‚Oasen sein‘, merkt der Fährtenleser an. ‚Oasen sein, ja und je nachdem wie du eine Oase sein kannst, werden Momente dafür entstehen. Ich brauche es nicht jetzt sofort, ich kann es als Wunsch äußern und es ist okay, wenn es nicht möglich ist von deiner Seite‘, ist sie direkt. ‚Hm, wenn ich das aber geben will?‘, spürt der Fährtenleser ein unangenehmes Ziehen. ‚Das wollen und können sind ab und zu zwei verschiedene Dinge‘, macht sie ihm ein Petzauge und er spürt, worauf sie hinaus möchte. ‚Zum Beispiel, wir sind räumlich getrennt, oder du bist selbst sehr stark gefordert und an deiner Kapazitätsgrenze oder dein Survival schützt dich gerade‘, klärt die Piratin es. ‚Hm‘, lässt er es im Raum zwischen ihnen stehen. ‚Es hat was mit Bedürfnissen zu tun und dass sie dasein dürfen, jedoch nicht erwartet wird, sie werden gleich erfüllt. Und wenn der andere sie gleich erfüllen will, wie zum Beispiel eine Umarmung oder einen Raum zum sein, dann darf er das, oder verstehe ich das falsch?‘, fragt er nach. ‚Gute Perspektive, ja du hast es stimmig erfasst‘, seufzt die Piratin. ‚Bedürfnisse und Survivalleben‘, bringt die Schöpferin es auf den Punkt. ‚Bedürfnisse und Survivalleben‘, wiederholt die Piratin. ‚Autsch, das bringt alte Muster in mir in die Präsenz‘, seufzt sie und lässt es in die Präsenz kommen. ‚Wir haben gerade eine Oase zu dritt‘, erinnert die Schöpferin sie. ‚Hm, ja und das spüre ich‘, schaut sie beide weich an. ‚Dein Schutz ist nicht aktiv, sondern diese Weichheit, die alles da sein lässt und wahrnimmt was ist. Und aus dieser inneren Haltung wird sich zeigen was daraus entsteht‘, spiegelt die Schöpferin ihr, was gerade präsent ist. ‚Ja, das ist stimmig, danke für deine Wahrnehmung‘, bedankt sich die Piratin. ‚Sehr gerne‘, nickt sie ihr zu. ‚Bedürfnisse im Survival, entweder ich habe keine oder ich fordere sie massiv ein‘, kommt der Piratin intuitiv. ‚Anpassung oder Kontrolle‘, meint der Fährtenleser. ‚Wow, ich bin definitiv Anpassung, also keine zu haben oder auszudrücken ich habe welche.‘, stellt sie prompt fest. ‚Und jetzt?‘, will der Fährtenleser wissen. ‚Ich habe welche und ich lerne sie zunehmend mehr in mir stehen zu lassen, der erste Schritt. Danach folgt das Ausdrücken, ohne mir selbst die Würde zu nehmen oder sie als was Unwichtiges abzutun und dann folgt das offene Annehmen, wenn sie erfüllt werden können. Ob von mir selbst oder von anderen Menschen. Das Paradoxe, was ich mir lange nicht vorstellen konnte, wenn ich meine Bedürfnisse in mir anerkenne und Dasein lasse ohne zu erwarten sie werden sofort erfüllt, dann nimmt es diesen Druck. Ich erkenne es als was menschliches an, als was natürliches, das in bestimmten Räumen Platz findet und vielleicht sogar auf eine Gegenseitigkeit in einem Gegenüber findet. Gegenseitigkeit war für mich lange ein Nichterfahren, besonders in einer nahen Verbindung mit einem Mann. Bis du kamst‘, lacht die Piratin und strahlt den Fährtenleser an. ‚Es fühlt sich so natürlich an, mich selbst sein zu dürfen und der Raum gerade, hilft mir meine Bedürfnisse einfach bestehen zu lassen, ohne dass du gehst‘, ist ihre Stimme etwas brüchig aus Berührtheit. ‚Oh‘, ist der Fährenleser sichtlich auch berührt. ‚Daseinsräume die Oasen werden, die Räume wo alles da sein darf, denn es ist auch aus eurer Selbstverantwortung getragen und ihr gibt sie nicht ab, wenn ihr ein Bedürfnis als Wunsch äußert. Du hast so lange gelebt ohne Bedürfnisse zu äußern, dass es ganz selbstverständlich war sie einfach für dich selbst zu leben oder zu erfüllen, die Möglichkeit einer anderen Erfahrung gab es nicht oder dein Körper hat sich nicht sicher genug gefühlt‘, teilt die Schöpferin. ‚Nicht sicher genug und meine Stärke war zu viel, sie hat verängstigt und verunsichert….‘, ist die Piratin antwortend. ‚Und der sicher genügende Raum entstand durch dein beharrliches liebevolles sanftes Dasein‘, wendet sich die Schöpferin an den Fährenleser. ‚Hm, das hat es wohl‘, nickt dieser zustimmend. ‚Wenn Bedürfnisse einen Raum bekommen…‘, lächelt die Schöpferin und macht bewusst eine Pause. ‚Dann beginnt ein würdevolles Menschsein zu entfalten. Und es gibt mir die Chance annehmen zu lernen, mich halten zu lassen in meinem Menschsein. Ich darf Menschsein‘, werden der Piratin ihre Gesichtszüge ganz weich. ‚Du darfst einfach nur Menschsein und ich schenke dir liebend gerne eine Umarmung, wenn du sie brauchst oder auch so‘, grinst er. ‚Es ist die Oase, wo ein kurzes Innehalten stattfindet und was immer gerade noch war, kann warten. Die Zuhausestille wird bewusst eingeladen in die Präsenz zu kommen und eröffnet einen Verweilraum für euch beide. Entweder ihr genießt einfach zusammen diesen Moment, ohne dass was situativ fordert und es entfaltet eine meditative Geborgenheit oder es darf verweilt werden bis der Körper wieder seine Zuhausestillekapazität erneut genügend hat, um andere Perspektiven zuzulassen und Lösungen oder andere Möglichkeiten wieder wahrzunehmen. Auf die Herausforderung zu antworten, statt sofort zu reagieren‘, lässt die Schöpferin die Worte fließen. ‚Ja, so kann das in den Ausdruck gebracht werden. Der Ort, wo wir uns gegenseitig einladen zu sein. Mensch zu sein, mit allen menschlichen Facetten, in Selbstverantwortung getragen‘, fasst die Piratin es in ihren Worten zusammen. ‚Und dann wird unsere Kommunikation auch anders‘, stellt der Fährtenleser fest. ‚Sie ist embodied mitteilen, was präsent ist im Moment und es darf sein. Und daraus kann intuitiv situativ erfasst werden, was der Moment braucht, oder ich habe die Möglichkeit an meine Bedürfnisse ranzukommen, die oft dahinterstehen. Wow, ich darf meine Bedürfnisse so erkennen! Ich darf meine Körpersprache mit dir teilen und dann präsentiert sich vielleicht auch das Bedürfnis dahinter. Und wenn es einfach so bestehen darf in unserem Raum, wow, es braucht nicht das sofortige Erfüllen, ich erwarte es nicht, doch es kann erfüllt werden. Und ich bin gerne für dich da lieber Fährtenleser, sehr gerne bewusst freiwillig da seiend gewählt‘, sprudelt es aus der Piratin. ‚Und ich bin das sehr gerne bewusst freiwillig da seiend gewählt auch für dich‘, antwortet er. ‚Und ich darf gerade lernen, anzunehmen und wir lernen zusammen unsere Bedürfnisse kennen?‘, schaut sie ihn antwortend und fragend an. ‚Ja, beides, das Thema Bedürfnisse, kein einfaches‘, bekennt er. ‚Ich vermute deine Erfahrungen mit Kontrolle?‘, fragt die Schöpferin direkt. ‚Du hast richtig vermutet, unter Zwang gebe ich gar nichts mehr‘, kommt ein leichter Trotz zum Vorschein. ‚Oh!‘, ist die Piratin und die Schöpferin etwas überrascht von der Reaktion. ‚Oh!‘, schaut nun auch der Fährtenleser und grinst: ‚Interessant. Da will was gesehen werden und es darf in die Präsenz kommen‘, seufzt er sichtlich bereit das sich anzusehen. ‚Was ist mit deinen Bedürfnissen?‘, will die Schöpferin von ihm wissen. Es platzt ein lautes Lachen aus ihm heraus, das leichten Sarkasmus ausdrückt. ‚Ja, das erklärt vieles‘, lächelt die Schöpferin ihn liebevoll an. ‚Was sind Bedürfnisse?‘, schaut er die zwei Frauen mit einem Gemisch aus Humor und Schmerz an. ‚Ja, was sind Bedürfnisse, wenn Bedürfniserfüllung von anderen durch Kontrolle erzwungen vorherrscht‘, bringt die Schöpferin es auf den Punkt. ‚Und das schmerzhafte daran, es geschieht teilweise so subtil‘, ist es das, was ihn am meisten verletzt hat. ‚Ja, das kann ich mir vorstellen. Und jetzt habt ihr beide die Chance euch gegenseitig Raum zu schenken, mit euren Oasenmomenten erkennen zu lernen, welches natürliche menschliche Bedürfnis unter eurer Körperkommunikation wartet‘, fasst die Schöpferin es zusammen. ‚Ja‘, seufzt der Fährtenleser und es ist etwas in ihm gelöster, weiter und freier. ‚Faszinierend‘, ist die Antwort der Piratin. ‚Ja, das ist es. Und ich spüre ihr lebt das mit so einer liebevollen Offenheit, einer sanft getragenen und weich geborgenen Einladung, dem Körper Raum zu schenken, damit er seine Bedürfnisse äußeren kann. Embodiment Kommunikation, aus mitteilen dürfen, verweilen dürfen kann neues entfalten oder vielleicht sogar, wie euer Oasenraum, etwas Gemeinsames, das euch beiden guttut und so natürlich da ist, egal wie tief ihr selbst gefordert seid. Ihr habt beide die Gabe genau dann für andere Daseinsräume zu sein, es wird Zeit, dass ihr sie selbst erfährt. Da ihr beide diese Fähigkeit habt, wird es auch kein Leerlaufen, wenn ihr diesen Raum schenkt, es ist eher ein kräftigen was schon da ist, eure Verbindung wird sanft getragen weich geborgen tragfähig. Ein Raum nur für euch und dieser Raum einmal betreten wird sich weiter vertiefen, kraftvoller werden. Danke fürs Teilen‘, beendet die Schöpferin ihren Ausdruck. ‚Woah, das geht tief in die Resonanz, danke fürs Erkennenlassen liebe Schöpferin‘, bedankt sich die Piratin. ‚Und bist du bereit?‘, fragt der Fährtenleser die Piratin direkt. ‚Ja bin ich und du?‘, fragt sie ihn. ‚Ja. Ich lade dich offiziell ein‘, reicht er ihr seine Hand und sie nimmt an. ‚Selbst im Rhythmus des Reitens kann eure Verbindung bestehen‘, teilt die Schöpferin etwas liebevollen Humor. ‚Und bei heftigem Seegang auch‘, lacht nun die Piratin und der Fährtenleser ergänzt: ‚Ich würde für den weiteren Weg gerne noch tiefer diesen Geborgenheitsraum entfalten lassen. Survival haben wir gemeistert, es wird Zeit, für die wahren Geborgenheitsräume uns zu zeigen, was sie wirklich sind‘, schmunzelt er wissend. ‘Hm, sehr gerne‘, lächelt sie ihn liebevoll an. ‚Danke‘, drückt er ihre Hand und lässt sie dann los, um angenehmer weiterreiten zu können. ‚Was ein bewegender und berührender Tag und er ist noch nicht vorbei‘, schmunzelt die Schöpferin. ‚Nein, das ist er noch nicht‘, lacht der Fährtenleser und spürt eine kreative Lebendigkeit in sich. ‚Ich habe Lust schneller zu reiten, kommst du mit?‘, fragt er die Piratin und sie nickt. ‚Ich kenn den Weg, los komm‘, treibt sie ihr Pferd an und sie reiten seitlich weg von der Gruppe. Die anderen nehmen es wahr, doch sie lassen den beiden Raum, den sie gerade für sich entdecken wollen.
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