Ersetzbar sein

 



 

 Mir geht in den letzten Tagen der Satz "Ersetzbar sein" durch das Sein.

Wahrscheinlich weil es an mehreren Stellen diese Woche ein Thema war. 

 

Bin ich als Mensch wirklich ersetzbar?

 

An der Oberfläche ist es ein ja, doch in der menschlichen Tiefe ist es ein nein.

Da unsere Gesellschaft die Oberfläche lebt - bin ich ersetzbar. 

Ob in Freundschaften, Familien, Berufsleben, usw.  

 

Und das zu akzeptieren ist irgendwie seit ein paar Tagen präsent. 

Was ist mit dem Schmerz?

Hm, der war interessanterweise nicht da. 

Warum?

Vielleicht, weil ich schon durch einige Schmerzwellen in den letzten Jahre durch bin und irgendwann eine Akzeptanz entsteht, wie es ist. 

Es ist das Leben, wer bleiben will, wird es freiwillig tun.

Ich darf somit ersetzt werden und ja es wird je nach Nähegrad schmerzen und das ist auch okay. Es ist mit dem Schmerz sein und die menschliche Perspektive wird tragen.  

Ich bin ersetzbar und trotzdem bin ich für mich als Mensch sehr wertvoll.

Würdevolles meditatives kraftvoll weiches embodied Frausein hat schon viel erlebt, sonst wäre ich nicht dort wo ich jetzt bin, innerlich. 

Und das zu verstehen lässt loslassen, locker lassen und hält nicht mehr fest. 

Ich bin unter gesellschaftlicher Norm ersetzbar, doch menschlich nicht. 

Menschlichkeit kann nicht ersetzt werden. 

Menschlichkeit ist alles - kurz vereinfacht zusammengefasst Freude und Schmerz. 

Menschlichkeit ist in Verbindung sein mit seinen eigenen Herzqualitäten.  

Menschlichkeit ist ein großer weiter Raum wo alles bestehen darf, wenn ein anderer Mensch bereit dazu ist und noch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung trägt für sein Handeln und Tun. Seitdem es ist wirklich eine akute Notlage. Das ist eine andere Situation.  

Und wer damit ein Problem hat, darf mich gerne ersetzen, ich werde mir meine Menschlichkeit nicht mehr selbst nehmen und auch nicht mehr nehmen lassen. 

Sie tut zu gut, sie trägt mich und sie schafft tragenden Raum für Menschen um mich herum. 

Die Wertschätzung, ohne dass ich sie mir einfordere, kommt einfach von allein und das zeigt mir, ich bin in menschlichen Räumen nicht ersetzbar, und dieses Bewusstsein lässt achtsamer damit umgehen hat jedoch auch seine Grenzen. 

 Genauso wie ich ersetzt werden kann, kann ich mich selbst "versetzen", wenn Räume nicht mehr passen oder ich konstant einem Umfeld ausgesetzt bin, dass Menschenwürde und gutes Miteinanderumgehen dauerhaft missachtet und keine Selbstverantwortung übernommen wird für den gemeinsamen Raum. 

Es ist ein Unterschied ob ich schlecht gelaunt bin und es an jedem rauslasse, ungefiltert, in Körpersprache, Ton, Haltung oder durch Verhaltensweisen oder ob ich schlecht gelaunt bin, Verantwortung übernehme, etwas verändere und meinen Mitmenschen trotzdem achtsam gegenübertrete, auch Achtung für ihre Menschlichkeit und sie nicht als Mittel zum Zweck benutze, wie es mir passt. 

 Und jetzt?

Kann das Thema entweder tief in dir in die verstehende Resonanz gegangen sein oder dich unbewusst auf die Palme gebracht haben oder Schmerz ausgelöst haben. 

Was zeigt das?

Auch du bist menschlich und jetzt ist der Moment, wo du dir selbst menschliches Mitgefühl geben/schenken kannst, statt wegzuschieben, einfach damit sein und deine Menschlichkeit erfahren, die beginnt dich zu tragen, wenn du sie lässt. 

 

Und wo bin ich absolut nicht ersetzbar? 

 

 Ich bin nicht ersetzbar als leibliche Mutter. 

Ich bin nicht ersetzbar für meine Familie und meine Eltern, die mich lieben als ihr Kind. 
 

Ich bin nicht ersetzbar für meine Freunde die ihre Zeit mit mir sehr schätzen und wir füreinander da sind.

Ich bin als Mensch niemals ersetzbar. 

Als funktionale Hülle schon. 

Doch niemals als Mensch, so wie mich das Leben erschaffen hat. 

 

Tiefes weites Ausatmen

Würdevolles meditatives kraftvoll weiches embodied Frausein führt und trägt meine Menschlichkeit. 

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