Wenn nur noch annehmen bleibt
Die Wahl
Die Schöpferin und der Schöpfer sind mit Essen fertig. ‚Ich bin irgendwie platt‘, seufzt die Schöpferin. Der Schöpfer legt einen Arm um sie und zieht sie näher. ‚Verständlich, so tiefes Erkennen und die gleichzeitige Spiegelung machen was mit einem als Mensch‘, teilt er. ‚Hm‘, antwortet sie. ‚Komm, wir sehen nach, ob die anderen schon fertig sind und dann entscheiden wird, was wir heute abend leben‘, löst er die Umarmung und will gerade aufstehen die Teller wegbringen. ‚Nix, da. Meine Küche, meine Regeln, ich nehme die‘, ist Henry schneller. Der Schöpfer lacht und sagt grinsend: ‚Wenn du nicht schon so alt wärst, hätte ich echte Konkurrenz, was die Schöpferin angeht.‘ Henry lacht und lächelt die Schöpferin an. ‚Ja, die hättest du wirklich‘, gibt Henry offen zu. Nun lacht auch die Schöpferin und meint: ‚Tja, und was machst du jetzt mit diesem Erkennen, lieber Schöpfer?‘ Er lacht frei und weit und schmunzelt die Schöpferin an: ‚Nichts, denn unsere Verbindung ist zu tief und zu stabil, als dass ich mir Sorgen um sowas machen müsste.‘ ‚Aha!‘, kommt nur von der Schöpferin, doch die embodied Stimmigkeit ist ebenfalls in ihr da. ‚Ich habe übrigens kein Bestreben nach Konkurrenz Ausschau zu halten‘, überlegt sie. ‚Na, das ist ja gut zu wissen‘, grinst der Schöpfer weiterhin. Henry beobachtet die zwei, sie haben eine tiefe und kraftvolle Verbindung, das würde einer Konkurrenz beidseitig ziemlich erschweren, diese zu entkräftigen. Ihm huscht das Thema Verbindung zwischen Menschen durch den Sinn. Es gibt die Verbindungen, die nähren, wachsen und erblühen lassen und die, welche alles an Lebenskraft raussaugen. Gibt es auch noch was dazwischen? Ja die Zweckverbindungen, die nur der Erfüllung von Zwecken oder Mittel zu Wegen sind, etwas Oberflächliches zu bedienen. ‚Was ihr hier habt, ist eine sehr wertvolle Verbindung. Sie nährt euch, lässt euch in euch selbst wachsen und erblühen aus eurem inneren zuhause. Es ist diese menschliche Verbindung, die am herausforderndsten ist, für euch selbst und auch für euer Raum. Doch was ich wahrnehmen kann, habt ihr diese heftigen Hürden alle schon genommen, was jetzt für euch entfalten wird, wird tiefen Bestand haben aus einem sehr gereiften Vertrauen‘, sagt Henry plötzlich und der Schöpfer und die Schöpferin schauen ihn erstaunt an. ‚Wow, danke für deine Wahrnehmung‘, fängt der Schöpfer sich als erstes. ‚Ist nur die Frage, ob ihr euer ganzes Ja dafür gegeben habt, damit es auch wirklich ganz entfalten darf?‘, wirft Henry die Frage in den Raum. Das macht die Schöpferin stutzig, sie haben doch beidseitig ihr Ja schon gegeben. Offenbar ist da noch eine tiefere Ebene. Welche das wohl ist? ‚Hm, ich dachte wir hätten das schon längst getan?‘, überlegt die Schöpferin laut. ‚Interessant, dass du diese Frage in den Raum wirfst‘, schmunzelt der Schöpfer. Henry schmunzelt – er weiss instinktiv er hat die beide damit herausgefordert, ob ihre Verbindung wirklich schon diese Tiefe erreicht hat, doch er sagt es nicht. ‚Danke Henry‘, umarmt ihn die Schöpferin und sie verabschieden sich von ihm.
‚Dieser Tag bringt mich so langsam in ein inneres Sein, dass ist noch nicht kenne‘, teilt der Schöpfer mit der Schöpferin. ‚Und das wäre?‘, will sie wissen. ‚Ich habe die Wahl zwischen Widerstand setzen oder einfach nur annehmen, auf einer sehr körperlichen Art und Weise, wenn du verstehst, was ich meine?‘, antwortet er. ‚Du meinst, das Leben lässt eins nach dem anderen in dich fließen, dass du nur noch annehmen kannst, weil dein Körper sich endlich ganz dafür geöffnet hat?‘, fragt sie tiefer. ‚Du führst mich gerade in die Tiefe, oder?‘, lacht er schelmisch. ‚Ehrlich gesagt, ja, es bleibt nichts mehr anderes wie diese Wahl‘, ist sie erstaunt. ‚Interessant, du wirst tiefer ins Fließen aus dir gebracht und ich tiefer ins Öffnen meines Raumes…..‘, stellt er erstaunt fest. ‚Hm, so gesehen, ja‘, lässt die Schöpferin die Worte wirken. Das ist diese Kraft, die mich einfach nur fließen lässt und je mehr du es aufnimmst, umso stärker fließt es, ohne dass es mich auslaugt, es bringt eher was zum inneren entfalten und erblühen….irgendwie keinen Sinn machend….‘, versucht die Schöpferin es in Worte zu fassen. ‚Hm, die Erde fragt auch nicht, wieviel Samen die Blumen über ihr auf ihren Grund fallen lassen, oder? Sie nimmt sie einfach auf, ohne selbst eine Blume sein zu wollen. Sie ist einfach der nährhafte Boden für die Samen sich zu entwickeln und zu entfalten, bis sie erblühen und der Kreislauf beginnt von vorne…..‘ hält der Schöpfer inne. Sie schaut ihn erstaunt an: ‚Oh was ein wunderschönes Bild, jeder hat seine eigenen Gaben und Fähigkeiten und beides gemeinsam führt zu einem größeren Zusammenwirken. Ich möchte auch gar keine Erde sein, bin jedoch sehr dankbar für deinen Grund, damit ich wachsen, entfalten und erblühen kann‘, schmunzelt sie. ‚Und ich möchte auch keine Blume sein, ich fühle mich sehr wohl als Raum oder Erde‘, lacht er. Sie kichert und hält ihn am Arm zum stehenbleiben. Er schaut sie fragend an und sie legt ihre Hand auf sein Herzbereich: ‚Der weitere Weg wird sehr embodied werden, bist du dafür wirklich bereit?‘ Der Schöpfer atmet tief ein und lange entspannt aus, die Frage des Kochs, da ist sie wieder und er hatte wohl das Gespür, diese Frage braucht Klärung zwischen ihnen. Was ein embodied Weg bedeutet, kennt er teilweise schon, doch sein Instinkt zeigt ihm an, diese Art von embodied Weg hat er in dieser Tiefe noch nicht erfahren. Ist er bereit? Sie verweilt entspannt verbunden vor ihm, lässt ihm die Zeit seine Antwort zu finden, er spürt sie hat ihre Wahl schon getroffen und ihr ganzer Körper strahlt dieses Ja aus, sie braucht es nicht zu sagen, auch wenn sie es wird. Er legt seine Hand auf ihr Herzbereich und sie fühlt die Antwort in ihrem Körper. ‚Ja, das bin ich‘, sagt er dennoch, damit sie alle Ebenen abgedeckt und klar ausgerichtet haben. ‚Gut, ich auch‘, grinst sie abenteuerlustig. ‚Dir ist schon bewusst, was das heißt, oder?‘, stellt der die Prüffrage. Sie lacht und fragt gegen: ‚Bist du dir bewusst, was es heißt?‘ Nun lacht er laut und schüttelt ungläubig den Kopf. Dann legt er seine andere Hand auf ihre Hand an seiner Brust und lächelt sie liebevoll an. Seine Augenfarbe ist noch tiefer als sie schon ist und sie leuchten noch stärker wie sie sonst schon leuchten. Die Wahl ist getroffen, mit dem Herz, der Seele, dem Wesen und dem Körper, die tiefste Wahl eines Menschen, wenn es auf körperliche Ebene stattfindet. Sie folgt ihm, und legt ihre freie Hand auf seine Hand an ihrer Brust. ‚Na, dann mal los in das Abenteuer der anderen Art‘, fasst er ihre Wahl zusammen. ‚Ja, das Abenteuer der anderen Art, das aus uns ins Leben fließt, tief geerdet, menschlich und einen Mehrwert erschaffend‘, ergänzt sie.
‚Bibliothek?‘, will sie wissen. ‚Kurz, aber wirklich nur kurz‘, lächelt er. ‚Ja, gute Idee‘, lächelt sie zurück.
Anmerkung zu den letzten Fortsetzungen.
Ich tippe diese intuitive Geschichte schon Jahre und ich finde es faszinierend wie sie in und aus mir tiefer geschrieben wird, hahahaha...was ich damit meine?
Dieses Embodiment, das mehr und mehr in der Geschichte zum Ausdruck kommt, ist nicht nur einfach daher getippt, sondern es kommt tatsächlich aus einer sehr tiefen embodied Ruhe.
Tiefes weites Ausatmen - und es bleibt nur noch annehmen :)
Anke hat Raum, oder besser, mein nächstes Modul ist noch nicht in der Schreibphase....also genießen des natürlichen Flows - einfach annehmen und leben :)
Aus meinem entspannt verbundenen embodied getragenen weiten würdevollem Frausein :)
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