Thursday, May 26, 2016

Donnerstagsgedicht: Kreise schliessen



'Kreise schliessen 

Wenn Kreise sich schliessen,
wenn es beginnt ein Gesamtbild zu geben in den Tiefen,
wenn das Leben rückwärts macht auf einmal einen Sinn,
wissen alles was war drin,
hatte seinen Bestand,
es war eine höhere Hand,
die geführt hat,
viele Momente der Einsamkeit fanden statt
und letztlich haben sie mich dazu geformt,
frei und ungenormt,
wie ich langsam immer mehr verstehe,
während ich weitergehe.

Wenn Kreise sich schliessen,
fängt ein neuer an zu spriessen
und es ist jedesmal beides ein leichter Schmerz und ein Geniessen,
das Neues beginnt,
nachdem das Alte zerrinnt,
durch die Finger
einfach so und festhalten macht den Schmerz nur noch schlimmer
denn es ist immer,
ein Push zum loslassen
und neuen Mut zu fassen,
dem Weg zu folgen in eine Eleganz
die braucht keinen Glanz
von aussen,
sie wird von innen vielleicht anfangs zu stark aufbrausen
bis sie ihre tiefe wahre Ruhe findet
und manches Sehnen einfach verschwindet,
denn man versteht,
egal wo man geht oder steht,
das was ist,
ist keine List,
vom Leben, sondern den Raum
ohne Schaum,
 mit tiefem Potenzial,
es beruht nur auf meiner Wahl,
das zu lernen was hat jetzt seine Zeit
oder verwehren des bereit,
welches wird mich gefangen halten
bis die Bereitschaft wird walten
das zu erfahren
und mein Weg finden im Klaren,
wie mein Wesen wirklich ist,
dass man so oft doch im Alltag und mit matten Spiegel um einem herum vergisst.

Wenn Kreise sich schliessen,
dann entsteht ein fliessen,
in eine neue Weite,
es ist ein gleite,
durch das zeitlose Sein,
oft allein
und doch nicht einsam
denn so kann ich meinen Rhythmus am erfüllensten leben, mal schnell, mal langsam
es gibt kein Ende und kein Anfang.

Wenn Kreise sich schliessen,
wird es immer mehr ein geniessen
auch wenn man sich dann leicht losgerissen fühlt
dieses Gefühl wird schnell wieder von neuen faszinierenden Impulsen umspült
die mir den Weg zeigen
der ist mein eigen.

Wenn Kreise sich schliessen,
ist es wie ein Giessen,
des inneren Gartens
und die Zeit des Wartens,
nicht mehr bedrückt ,
sondern entzückt,
denn man spürt,
endlich hab ich es geschafft,
es ist nicht mehr die Ungeduld die hat die Macht,
sondern eine tiefe innere zuversichtliche Stille,
mit Null Egowillen,
dafür ganz viel Herz,
das auch kann annehmen jeglichen Schmerz,
der auf dem Weg des Loslassens entsteht,
wenn man einen Schritt nach dem anderen geht.

Wenn Kreise sich schliessen,
dann hat sich schon vieles Intuitive bewiesen
 ich brauch nur mein Vertrauen dem Leben zu geben
und es wird mich führen ohne etwas zu erstreben
einfach natürlich dorthin
wo es hat tiefen erfüllenden Sinn.'

- Geschrieben und Copyright von Anke Martin 

Und nein ich brauche keine Ermutigung, ich geb sie mir immer wieder selber, und nein ich brauch kein Bestätigung meines Seins, meines inneren Wertes.....ich habe die Gabe es mir selbst bewusst zu machen und zu verstehen.

  (und wenn ich es mal brauche, Ermutigung, gibt es die Menschen die es wirklich geben können)

Eine Erkenntnis die einsam machen könnte, tut sie jedoch nicht, da ich einfach zu bodenständig bin, demütig dem Leben gegenüber....ich fühle mich nicht erhaben über etwas...ich wähle nur für mich die Wege die es braucht um meinen inneren Frieden zu erhalten.
Das könnte für manche als erhaben rüber kommen oder kalt.

Ist okay, vielleicht versteht ihr es irgendwann aus eigener Erfahrung.

Ich habe schon viele Allein-Momente in meinem Leben gehabt, war schon oft in der Situation still zu sein oder mich nicht bewegen zu können wie manche das Leben.

Vielleicht hatte das alles seinen Sinn, um schon früh über das Leben nachzudenken, was mittlerweile kein Denken mehr ist, sondern einfach nur sein und Wissen, die Anworten auf Fragen kommen.....wenn es seine Zeit hat.

Es ist eine Kunst still zu sein und in dem Raum des stillseins, das erfüllende zu entdecken. 

Wieviele Menschen rennen vor der Stille davon, oder dem still sein müssen, dass sich nicht frei bewegen können.

Es ist ständig Aktion oder sonstige Bewegung im Leben. 
Damit mein ich nicht, sich körperlich zu bewegen, sondern das Bewegen in der Gesellschaft.....

Ich geniesse das Bewegen in der Gesellschaft mittlerweile auch, nur brauch ich es nicht ausschliesslich um mich zu spüren.

Dieses Spüren, mich selbst spüren, ist eine meiner Gaben, die ich schon sehr früh angefangen habe zu entfalten, und ich versteh jetzt erst, wie wertvoll da meine Beharrlichkeit hoch drei war....trotz den Versuchen mich anzupassen und nicht immer so anders so sein, mein inneres Wesen so stark war, dass es nicht aufgab und mir immer wieder zu verstehen gibt:

das was du bist ist wertvoll

Hm ja...danke Leben.

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