Saturday, June 20, 2015

Samstagsgedicht: Alles zu geben






Alles zu geben
was ich hab
um zu leben
spueren es ist nicht das innere Feuer das starb
und es fuehlt sich an wie eine Geburt
die Chance nochmal zu erhalten
nicht mehr Schmerzvermeidung zu verwalten
zu lockern den Gurt
der begrenzt

und es nicht mehr glaenzt
in den leuchtenden Augen
sondern brennt wie Laugen
auf der Haut
und man anfaengt und baut
mit jedem Stein der hochgezogenen Mauer

wo man lag dahinter auf Lauer
was koennte drueber kommen
und ganz angespannt benommen
wartet
bis es startet
und man muss kaempfen
um versuchen irgendwie zu glaenzen,
mit jedem Stein dieser Mauer baut man eine Bruecke
um zu schliessen die Luecke
zur Erfuellung

die ist nicht nur Einhuellung
sondern von tief innen sich entfaltend

innere Schalter schaltend
um alles zu geben
die ganze Liebe zu leben

die ich in mir trage
und ich es wage

sie zu teilen
um einzuladen zum verweilen
und wer weiss was dadurch entsteht
wenn man auf diesem befreitem Weg geht

vielleicht treffen sich dann Welten
bei denen viele Werte gleich gelten
und man bewusst waehlt
was zaehlt
gemeinsam etwas zu erschaffen

nicht mehr lassen Schluchten klaffen
sich aufraffen
und mutig neues erobern
spueren wie das innere Feuer faengt an zu lodern und man weiss

das Feuer brennt heiss
es dennoch nicht verbrennt
denn die Waerme verteilt sich in die Weite und erwaermt den Moment
den zu leben ist eine eigene Kunst
und braucht nicht die Gunst
von anderen
sondern ganz allein
mein
waehlen
alles zu geben
sehen was wird beleben

lassen von quaelen
sich selbst
um zu sagen: anderen gefaellts
einfach nur frei sich zu sein
angenommen
den eigenen Widerstand erklimmt
und jetzt beginnt:

Arme weit gestreckt
vom Leben geneckt
ganz zu entfalten
nichts mehr zurueckhalten
um vor dir zu stehen

damit du kannst sehen:
hier bin ich
bereit alles zu geben
ohne lange Reden
einfach spuerend gebend sein
und mein erfuelltes allein
laed dich ein
auch du selbst zu sein
wunderschoenes Wesen
tief verstehen das bisher war es nicht gewesen
jetzt kommt man naeher zu dem was wirklich traegt
und man gar nicht lang erwaegt
was man leben will
weil dieses Gefuehl
zu eindeutig tief gut tut
das man hat den Mut
alles zu geben
und das Leben wird beleben.


- Geschrieben und Copyright von Anke Martin

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