~ Der Schutz vorm Bewohnen und Menschseindürfen ~



 














 

Performen und Bewohnen

Die Schöpferin und der Schöpfer sind ein ganzes Stück zurückgefallen von der großen Gruppe. Adele, Rosa und Hannes sind diesmal auf die Pferde von Lea, Udin und Ida. ‚Warum sind die Kinder auf die anderen Pferde?‘, möchte er wissen. ‚Ich weiss es nicht, es hat sich so ergeben?‘, antwortet die Schöpferin. Intuitiv spürt sie, es hat einen tiefen Grund. ‚Du bist in dir versunken, so als wenn sich was präsentieren möchte‘, stellt er fest. ‚Hm‘, lächelt sie ihn still wissend an. Er kann sie mittlerweile gut lesen. ‚Teilst du es mit mir, wenn es seinen Zeitpunkt hat?‘, will er wissen, es bedeutet ihm mittlerweile viel ihre Kommunikation auf dieser menschlichen Ebene. Ihm huscht bewohnen durchs Sein sagt jedoch nichts. Die Schöpferin lächelt ihn liebevoll an und nickt.  Er lächelt sie ebenfalls an und seufzt tief. Bewohnt er sein Mensch- und Mannsein? Die Frage ist sehr stark und sie lässt sich auch nicht durch irgendwelche Ablenkung besänftigen. Er seufzt und spürt in sich hinein. ‚Alles okay?‘, will sie wissen. ‚Ja, ich frage mich gerade ob ich mein Mann- und Menschsein wirklich bewohne?‘, teilt er. ‚Hm, interessante Frage‘, stellt sie fest und spürt ihre Resonanz. ‚Wenn du in dir Menschsein darfst, bewohnst du dein Sein‘, antwortet sie aus ihrer Resonanz. ‚Hm, ja, das tu ich, es darf alles Dasein, für mich allein ist das frei und ohne Hindernisse lebbar‘, meint er. ‚Es wird was anderes, wenn ich in Verbindung mit Menschen trete‘, grinst er tief wissend, da liegt eine sehr große Herausforderung für einen gemeinsamen Raum, wenn bewohnen nicht gewählt ist oder  nicht gewählt wird im Wegverlauf. ‚Hm, für sich selbst menschlich sein, geht auch nur wenn du dir selbst die Räume gibst‘, ergänzt sie. ‚Habe ich als Mann weniger Probleme, mir den Raum selbst zu geben…..‘, spielt er bewusst auf was an. Sie lacht und schaut ihn prüfend an, wie er das wirklich meint: ‚Du spielst darauf an, wie konditioniert wir als Frauen sind, zu performen egal in welchem Raum….‘, lässt sie den Satz noch offen. ‚Ja, darauf spiele ich an, es ist intuitiv einfach da‘, antwortet er. ‚Ja, das ist so Sache. Entweder du wirst Einzelgängerin, um das zu leben oder du bleibst Performerin‘, stellt sie trocken fest. ‚Da gibt es nichts anderes?‘, will er genauer wissen. ‚Du möchtest es nicht allgemein, sondern auf mich selbst bezogen….‘, grinst sie. ‚Ja, was die anderen leben ist mir egal, was ist in dir, liebe Schöpferin?‘, lädt er sie ein tiefer zu gehen. ‚Ich bewohne meinen Körper, allerdings erst seit dem Segeln auf dem Meer‘, spürt sie in sich hinein. Er hört zu, ist Raum und die Pausen füllt er mit stiller Präsenz. ‚Bewohnen unseres Raumes hatte seinen Prozess und Weg‘, schaut sie ihn direkt an und er dreht den Kopf zu ihr. ‚Ja, das hatte seinen Prozess und Weg, doch es setzt mein eigenes Bewohnen voraus‘, sagt er tief embodied ruhig. ‚Ja, das tut es. Wie ist das bei dir?‘, will sie wissen. ‚Wie lang ich mein Sein und Körper bewohne?‘, fragt er, um es zu klären. ‚Ja‘, nickt sie ihm zu. ‚Hm, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, doch intuitiv kommt schon sehr lange, nur hatte es keinen Raum im außen das zu teilen‘, wird er stutzig. ‚Interessant, du hast dein Sein schon lange bewohnt, doch es hatte keinen Raum im Außen‘, wiederholt sie. ‚Performen?‘, fragt sie dann. Er lacht laut auf was ihr die intuitive Rückmeldung gibt, es ist ein Thema. ‚Muss ich das nicht zwangsläufig?‘, fragt er gegen. Sie lässt nicht locker und schaut ihn nur ruhig an. ‚Deine Würde gibt sich nicht mit Ablenkung zufrieden und dafür bin ich dir dankbar‘, stellt er fest. Nun lacht sie und antwortet: ‚Es geht hier nicht nur um meine Würde.‘ ‚Hm‘, geht etwas sehr tief die Resonanz in ihm. ‚Ich weiss‘, seufzt er tief und seine Zuhausestille wird plötzlich sehr präsent und da ist auch gleichzeitig etwas das gesehen werden will. ‚Oh ha‘, zieht er scharf die Luft ein. ‚Da will was gesehen werden? Ich spüre Survival präsent sein‘, ist sie direkt. ‚Ja‘, antwortet er angespannt. ‚Okay, ich könnte jetzt fragen was brauchst du, doch da ist in mir ein klares – ich bin stille Präsenz, das ist ein Muster das in dir hinsehen braucht und aus deinem Mensch- und Mannsein, das, was das Muster braucht. Was braucht deine Würde, lieber Schöpfer?‘, bleibt sie ganz in ihrem entspannten Frausein, das in ihrem Bewohnen endlich ganz angekommen ist. ‚Wow!‘, schaut er sie teils herausgefordert und teils tief verstehend an. ‚Ich weiss, das ist neu, doch es ist intuitiv da und meine Würde gibt mir zu verstehen, es hat jetzt seine Zeit, das so zu leben. Ich bin stille Präsenz und Daseinsbleibenraum‘, antwortet sie. ‚Okay, du lädst mich ein, ein Muster nicht nur kurz wahrzunehmen und dann gleich weiterzugehen, sondern es auf einer anderen Ebene zu integrieren….‘, fasst er es in seinen Worten zusammen. ‚Ja, so kann es ausgedrückt werden‘, nickt sie ihm lächelnd ermutigend zu. ‚Performen möchte wandeln in Menschseindürfen und daraus ein Bewohnen zu werden im gemeinsamen Raum‘, grinst er schelmisch. ‚Ja, es lädt ein, nimmst du an?‘, will sie wissen. ‚Nehme ich an?‘, wiederholt er die Frage für sich selbst nochmal laut. ‚Bleibt mir eine Wahl?‘, grinst er weiter. ‚Ja, du hast eine Wahl‘, erinnert sie ihn. ‚Hm‘, spürt er seinen Survival, der ihm was anderes sagen möchte. ‚Mein Survival sagt mir was anderes‘, teilt er etwas gequält. ‚Ich weiss‘, nickt sie ihm zu. ‚Du weisst‘, wiederholt er langsam. ‚Gut, ich nehme an‘, sagt er zögernd, denn sein Survival kommt zunehmend mehr in die Präsenz und er hat Mühe seine Zuhausestille zu halten. ‚Ich bin da, stille Präsenz im Daseinsbleibenraum, das ist etwas, dass kannst du nur selbst in dir wandeln‘, ermutigt sie ihn. ‚Hm, manches braucht mein Dasein für mich selbst‘, nickt er zustimmend. ‚Ja, das braucht es‘, nickt sie ihm zu. ‚Ich dachte eigentlich das sei kein Thema mehr‘, schüttelt er den Kopf. ‚Wir gehen zunehmend ins Bewohnen in unserem gemeinsamen Raum‘, sagt sie nur. ‚Es hat was mit Performen zu tun‘, spürt er den Schmerz. ‚Performe ich?‘, will er dann plötzlich wissen. ‚Performst du?‘, fragt sie gegen, denn sie kann ihm die Antwort nicht geben. ‚Vielleicht noch etwas…..‘, seufzt er und meint damit performen. ‚Warum?‘, will er wissen, ohne von ihr eine Antwort zu erhalten. ‚Meine Würde fragt mich, ob ich mein Menschseindürfen wirklich ganz sein will in unserem Raum‘, pausiert er. Das überrascht ihn, hatte er dazu nicht schon die Erlaubnis gegeben? ‚Menschsein dürfen in mir, eröffnet diesen Raum des Bewohnens. Ich bewohne mein Menschsein und daraus entsteht ein Wohlfühlen, das nicht das ist, was die meisten meinen‘, pausiert er erneut, sie ist einfach stille Präsenz. Es ist ein Wohfühlen, das, selbst in Survivalanteilphasen die kleinste Facette wohlfühlen findet, wow! Das ist mal eine Einladung des Lebens!‘, platzt es aus ihm heraus. ‚Mein eigenes tiefes menschliches Wohlfühlen in mir!‘, ergänzt er freudestrahlend und sie kann nicht anders als sich mitfreuen. ‚Danke Schöpferin für die Einladung, ja ich möchte mein Menschseindürfen ganz bewohnen in mir und daraus einen gemeinsamen Raum entstehen zu lassen. Ich lade dich ein‘, grinst er abenteuerlustig. Sie lacht frei und weit und sagt dann ganz ruhig, voller Würde: ‚Sehr gerne.‘ Sein Schmunzeln wird noch weiter und etwas in ihm lässt locker. ‚Entspanntes Mannsein‘, schaut er sie etwas herausfordernd an. ‚Hm, entspanntes Mannsein, du brauchst nicht mehr zu performen in unserem Raum und es darf seinen Übergang haben‘, antwortet sie aus ihrer Resonanz. ‚‘Performen ist nicht nur negativ, oder?‘, möchte er sie in die gemeinsame Entfaltung holen. ‚Nein, es dient und es hat seinen Sinn, es hat auch viel Gutes, doch ab einem gewissen Punkt wandelt es sich, in und aus sich selbst, in ein aus mir fließen und entfalten‘, teilt sie ihre intuitive Antwort. ‚Ich leiste gerne‘, bekennt er. ‚Ich weiss, darum geht es auch nicht. Es geht um dieses ums Biegen und Brechen etwas aufrecht zu erhalten, eine Verbindung, Fürsorge, usw.....', versucht sie es in Worte zu fassen. ‚Ich habe eine Ahnung, was du sagen möchtest. Du möchtest die Entlastung in unseren Raum einladen. Aus dem Menschseindürfen und sich selbst bewohnen. Ich darf neben dir sein, wie ich bin, es braucht keine Leistung, um neben dir sein zu dürfen‘, fasst er es in seinen Worten zusammen. ‚Ja es braucht keine Leistung, um neben mir sein zu dürfen und zu verweilen, zu sein. Der Platz neben mir braucht nicht dein Erarbeiten oder Verdienen. Es braucht nur dein Menschseindürfen, wenn du annehmen möchtest.‘, sagt sie. ‚Wow!‘, seufzt er tief. ‚Neben einem Menschen sein zu dürfen…..ohne Leistung, einfach wie ich bin, traurig, freudvoll, unklar, frustriert, ruhig, müde, usw……‘, beginnt er das Ausmaß zu erfassen. ‚Ja, klingt so einfach, ist es jedoch nicht‘, erinnert sie ihn. ‚Mein Schutz‘, schießt es in seine Präsenz. ‚Ja, dein Schutz‘, wiederholt sie. ‚Hm, darf ich etwas damit sein?‘, fragt er. ‚Ja, klar, nimm dir den Raum und die Zeit‘, lächelt sie ihn liebevoll an. ‚Da ist Schmerz, viel Schmerz und meine Würde möchte endlich was anderes erfahren und leben…..‘, teilt er, bevor er in seine innere Stille damit geht. ‚Warum kommt das jetzt erst in die Präsenz?‘, will er noch wissen. ‚Vielleicht ist das Vertrauen in den Raum jetzt tief genug‘, bietet sie ihm an. ‚Hm, kann sein, ist ja auch egal, oder?‘, lacht er etwas gequält. ‚Ich werde mir das jetzt anschauen in mir, es darf in die Präsenz kommen, ich verstehe, das ist etwas, oder da ist ein Anteil in mir, dem nur ich das geben kann, was er braucht‘, fasst er in Worte, was sie von Anfang an ihrer Unterhaltung präsent hat. ‚Ja‘, ermutigt sie ihn mit einem warmen Lächeln. Während sie weiterreiten, beginnt eine getragene geborgene Stille zu entfalten und die Schöpferin schmunzelt. Ihr erstes bewusstes bewohntes nebeneinander sein im Menschseindürfen. Auch wenn sie das schon mehrmals einfach so gelebt haben, hat es jetzt eine Bewusstheit und alles, was bewusst ist, hat eine andere Kraft und Klarheit. Es ermöglicht dieses Entfalten umso mehr. Denn das, was sie aus sich selbst in den Raum geben oder für den anderen schenken, ist aus erfüllt und kein Performen mehr. Es kommt aus der eigenen inneren Liebe ohne Schutzwälle. Werden diese ganz weg sein? Die Wälle schon, nur die Schutzfunktionen werden erhalten bleiben, denn sie sind wertvoll und wichtig. Die eigene innere Liebe braucht manchmal Schutz und er darf Dasein, wenn es das braucht. Auch in ihrem gemeinsamen Raum? Wahrscheinlich, denn sie sind beide menschlich und manchmal berührt es vielleicht alte geheilte Wunden, die trotz Heilung noch präsent sind, die erinnern an die eigene Würde, Integrität und die Wichtigkeit bei sich zu bleiben, genauso wie die gemeinsame Verantwortung für den gemeinsamen Raum. Sie atmet tief aus und entspannt zunehmend in ihren inneren Wohlfühlraum, damit der Raum jetzt im Moment die Kraft hat, um geborgen getragenen Raum zu sein, bis der Schöpfer aus seinem Prozess zurückkommt. Bewohnen des gemeinsamen Raumes wartet, in einer bewusst gewählten Wahl dafür, aus dem eigenen Menschseindürfen und sich selbst als Mensch zu bewohnen. Genauso wie das sich gegenseitig schenken wollen, Mensch sein zu dürfen, kraftvoll und verletzlich und all die Facetten dazwischen, denn sie sind aus eigener Verantwortlichkeit getragen. Eigener Wohlfühlraum in der Erweiterung und dieser Wohlfühlraum hat viele kleinste Facetten im Sein wie es ist. Manchmal braucht es nur das Erkennen dessen. 

 

~Frei zur Wahl in Freiwilligkeit, wenn gewollt ~

 

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