Juligedicht: Bleiben
Bleiben
Bleiben
frei von einverleiben
Bleiben im hier und jetzt
das versetzt in Möglichkeiten
die einen Raum weiten
und laden ein
zu sein
mit dem was ist
unabhängig von Maßstäben das misst
es ist egal ob freudvoll, traurig, guttuend oder trist
es hat keine List
es möchte nur sein
wir laden es einfach ein
und was dann geschieht
ist wie eine Blume die erblüht
das was wurde geschützt
und lange hat genützt
irgendwie sicher seinen Weg zu finden
fängt an sich zu entwinden
es offenbart
was wurde sicher verwahrt
ein menschliches Bedürfnis das durfte bisher noch nicht mal einfach sein
wir laden es ein
zu bleiben
zu sein
bestehen zu dürfen ohne Angst
wir verstehen beide warum da ist das Gefühl von bangst
es könnte dem Raum die Weite nehmen
oft war es vielleicht auch ein beschämen
doch jetzt
lädt das Leben ein
es darf sein
getragen zu wagen
zu sehen was aus dem dürfen bestehen
die Kreativität lässt erwachsen
vielleicht sogar machen freudvolle Faxen
während des wachsens
und damit neue Wege gehen
ohne sich innerlich zu winden
und falls da noch alte schmerzhafte Erfahrung ist, wird sie langsam dahinschwinden
sanft getragen, weich geborgen, liebevoll umhüllt
bestärktes geliebt gefühlt.
Bleiben
im äußeren geschützten Raum innerlich offen
Wahl getroffen
alles was sich nun ausrichtet hat ein kraftvolles Wofür
das wird ein erinnerndes 'berühr'
und ein klares 'führ'
zusammen mit dem Leben
in einer neuen Form beleben
statt etwas zu erstreben
es wird entfalten
ohne es zu verwalten
denn es ist getragen aus dem eigenen würdevollen Sein
Haltung trägt
und aus diesem ist es ein abwägt
was es jetzt braucht
statt einander bringt ins schlaucht
intuitiv embodied vertrauend
Schritt für Schritt den Weg freudvoll bauend
und die Freude ist tief verbunden
sie hat schon soviel innere und äußere Hürde überwunden
es ist Zeit
werden verbunden weit
dem inneren bereit
einen Raum für dieses Menschsein zu schenken
und es in die Weite lassen zu lenken
denn jetzt ist es soweit.
- Geschrieben und Copryright von Anke Martin
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