~ Sicher genug ~
Sicher genug
Am Meer seufzt die Piratin und fühlt sich plötzlich sehr müde. ‚Alles okay?‘, fragt der Fährtenleser sie wach wahrnehmend, er kann die sich verschiebende Kraft in der Piratin wahrnehmen. ‚Ich bin müde‘, sagt sie. ‚Müde von zu wenig schlafen oder müde, weil in dir was integrieren darf?‘, möchte er genauer wissen. ‚Das hat einen sehr tiefen Trigger berührt‘, ist sie ehrlich. ‚Hm‘, sagt er, führt sie sanft an ihren Schultern vor sich und umarmt sie. ‚Hm, tut gut‘, hört er sie leise sagen. ‚Dann einfach annehmen‘, sagt er und das einzige Geräusch sind die Wellen, die Möwen über ihnen und die Vögel, die am Strand entlang hüpfen mit einem Piepsen. Die Piratin nimmt den Raum des Fährtenlesers an, ohne irgendeinen Widerstand, ohne Bedenken oder Achtstellungen, vor allem nach diesem Trigger. Eine tiefe Dankbarkeit durchströmt sie und eine Ehrfurcht vorm Leben und ihrem Körper, der es endlich zulässt, sich sicher fühlen zu dürfen so nah mit einem anderen Menschen. ‚Danke‘, sagt sie und er spürt in ihren Raum, da ist einfach nur ihre Weichheit, tief verletzlich und dennoch so kraftvoll in sich. ‚Hm‘, meint er sanft. ‚Du nimmst ohne Achtstellung meinen Raum an‘, kann er die Worte nicht länger zurückhalten, denn es freut ihn so sehr. ‚Ja’, ist ihre Rückmeldung. ‚Danke dir‘, antwortet er dann. ‚Hm‘, ist nun die Antwort der Piratin. Der Fährtenleser spürt, wie sein Inneres bewusst weit wird, damit ihre Weichheit so viel wie möglich Platz hat. Einen Platz haben huscht ihm durchs Sein. Einen Platz haben im eigenen inneren Zuhause, in einem anderen Menschen. ‚Mein inneres Zuhause möchte dir einen Platz schenken‘, spricht er es aus. ‚Dein inneres Zuhause hat einen Platz für mich?‘, löst sie sich aus der Umarmung und dreht sich zu ihm. ‚Wow!‘, kommt ganz langsam und sanft aus ihrem Mund. Er schaut sie ruhig verweilend an und sagt nichts. Die Piratin schließt die Augen und spürt in ihre Resonanz. ‚Wow……‘ wird ihr Strahlen auf dem Gesicht weiter und entspannter. ‚Deine Zuhausestille hat einen Platz für mich….‘, sagt sie nochmal und atmet tief weit aus. ‚Meine Zuhausestille freut sich sehr über diese Einladung und sie nimmt an‘, öffnet sie die Augen und strahlt ihn an. ‚Hm‘, mehr Worte bringt er gerade nicht heraus. ‚Und möchte deine Zuhausestille auch einen Platz in meiner?‘, will sie wissen. ‚Hat sie denn einen Platz?‘, neckt er sie etwas. Sie lacht und schaut ihn weiterhin tief sanft an: ‚Ja, das hat sie, wenn du den Platz möchtest.‘ Er lächelt weiter und schaut sie nur still an. Seine Augen haben die Antwort schon verraten. ‚Das freut mich‘, sagt sie und er lacht laut: ‚Ich habe noch gar keine Antwort gegeben!‘ Nun lacht auch sie und antwortet: ‚Dein Körper war eindeutig schneller als deine Sprache.‘ Jetzt lachen beide, er nimmt sie erneut in den Arm und seufzt tief. ‚Wow, das war ein großer Schritt, oder?‘, löst sie sich etwas, um ihn ansehen zu können. ‚Ja, das war es, es gibt meine komplette Verletzlichkeit frei‘, ist er direkt. ‚Hm, interessant, stimmt, so habe ich das noch gar nicht gesehen, aber ja, wir geben unsere ganze Verletzlichkeit frei in unserem Raum‘, bestätigt sie. ‚Ehrlich, ich hätte das nicht für möglich gehalten, es kam einfach und da steht kein Zweifeln mehr, es ist einfach so natürlich in sich gewachsen….‘, ist er etwas erstaunt. ‚Und dann noch mit einer Frau die sooooo gefährlich ist‘, witzelt sie, doch er spürt noch ihren Schmerz, der gerade integrieren darf. ‚Ja, und weißt du was? Deine Gefährlichkeit ist auch was gutes‘, neckt er sie. ‚Ich habe weniger Konkurrenz, die es wagt, unseren Raum in Frage zu stellen‘, schaut er sie etwas vorsichtig an, wie sie es aufnimmt. Lautes Lachen zeigt ihm, dass sie es okay aufnimmt. ‚Hm, ist das so?‘, schaut sie ihn liebevoll an. ‚Ehrlich gesagt, ich habe mit dir gewählt einen gemeinsamen Weg zu erschaffen, mich interessieren andere Männer nicht‘, sagt sie sehr trocken und macht es ganzkörperlich klar, selbst wenn da Konkurrenz wäre, es hat nicht die Kraft ihren Raum zu nehmen. ‚Ist das wichtig für dich zu hören?‘, möchte sie plötzlich aus einem spontanen Impuls heraus wissen. ‚Hm, wenn du direkt fragst, ja es tut gut, auch wenn Worte ja keine Garantie sind‘, antwortet er. ‚Ja, Worte sind keine vollständige Resonanz, doch was sagt dein Körper? Ich habe gewählt einen gemeinsamen Weg mit dir zu erschaffen‘, wiederholt sie den Satz und geht bewusst in ihr Embodiment. ‚Hm‘, schmunzelt er. ‚Hm?‘, will sie mehr wissen. ‚Es fühlt sich sicher genug an‘, antwortet er. ‚Sicher genug‘, lächelt sie ihn an. ‚Das stört dich nicht?‘, will er wissen. ‚Kann es ganz sicher sein?‘, fragt sie gegen. ‚Nein‘, ist seine spontane Antwort. ‚Eben, es ist sicher genug. Das ist schon sehr sehr viel!‘, lächelt sie aus ihrer tiefsten inneren Ruhe. ‚Garantien gibt es nicht, sicher genug ist eine natürliche Qualität‘, wiederholt er und fragt nochmal: ‚Es stört dich wirklich nicht?‘ ‚Warum möchtest du das wissen? Da ist was dahinter, das tiefer liegt, oder?‘, lädt sie ihn ein. ‚Ja, meine Verletzlichkeit‘, kommt prompt. ‚Hm, und genau diese Verletzlichkeit hat bedenken, dass mir sicher genug nicht reicht?‘, fasst sie in Worte. ‚Hm, ja, weil ich dir nicht immer ganz sicher geben kann‘, seufzt er, auch wenn er es aus seinem Herzen tun wollen würde. ‚Ja das geht nicht, das ist unmenschlich‘, meint sie. ‚Ja‘, seufzt er. ‚Sicher genug hat alle Möglichkeiten. Es kann Momente von nicht sicher fühlen beinhalten und Momente, wo tiefe Sicherheit da ist‘, sagt sie. ‚Du meinst unsere Überlebensfunktionen dürfen ihren Platz haben, genauso wie unsere kraftvolle Lebensfunktion‘, sagt er es in seinen Worten. ‚Ja‘, nickt sie und lächelt ihn liebevoll an. ‚Sicher genug ist die Mitte, die Summe aus aller Momente, die wir zusammen erfahren‘, schmunzelt sie. ‚Das ist ein schönes Bild‘, lächelt er sie an. ‚Ja, finde ich auch. Also sicher genug ist für meine Zuhausestille passend, denn ich kann dir auch nicht mehr geben als sicher genug. Und diese krass hohe Erwartung kann ich selbst in mir nicht erfüllen, auch wenn ich das mal versucht habe…..‘, teilt sie offen. ‚Lass mich raten, das Leben und dein Körper hatten das letzte Wort?‘, grinst er sie an. ‚Ja!‘, lacht sie und atmet tief aus. ‚Sicher genug reicht‘, sagt sie dann sanft und ergänzt:‘ Danke für diese Möglichkeit einfach so darüber reden zu können.‘ ‚Hm, beruht auf Beidseitigkeit‘, löst er eine Hand aus der Umarmung und streich ihr sanft über die Wange Richtung Nacken und dann ihren Rücken entlang nach unten. ‚Das Leben und seine Wege….‘, sagt sie sanft leise. ‚Das Leben und seine Wege…‘wiederholt er und küsst sie.
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