~ Embodiment ~

 




Wenn die Tiefe einlädt

Als sie aus dem Bad kommen, hält der Schöpfer die Schöpferin sanft am Arm, bevor sie zur Tür hinaus geht. ‚Was ist?‘, will sie etwas erstaunt wissen. ‚Du gehst tiefer‘, sagt er. Ein Schmunzeln huscht über ihr Gesicht. ‚Hm‘, ist das Einzige, was sie sagen kann, doch etwas geht in ihr in die Resonanz. ‚Du hattest es noch nicht bewusst präsent‘, stellt er fest. Sie lächelt ihn an: ‚Jetzt wo du es angesprochen hast, ja ich gehe tiefer‘, bestätigt sie. Er lächelt und sein Inneres wird plötzlich sehr weit, sie nimmt seine tiefe Wahrnehmung ganz an. ‚Danke‘, antwortet er. ‚Für was?‘, will sie wissen, weil es ihr nicht klar ist. ‚Du nimmst meine tiefe Wahrnehmung ganz an‘, grinst er freudestrahlend. Die Schöpferin spürt, hier braucht es ihr Embodiment und sie legt ihre Hand auf seinen Herzbereich. Tief ausatmend fällt eine Spannung von ihm ab, die er nicht wusste aufrecht gehalten zu haben. ‚Wow‘, sagt sie nun doch. ‚Ja, wow…..ich wusste nicht, dass diese Spannung da war da‘, seufzt er erstaunt. Sie schließt die Tür, die sie schon etwas geöffnet hatte und dreht sich ganz zu ihm. ‚Brauchst du noch einen Moment, bevor wir da raus gehen?‘, fragt sie liebevoll. ‚Hm‘, ist seine Antwort. ‚Was ist die Antwort deines Körpers?‘, will sie wissen. ‚Ja‘, kommt es prompt aus ihm. ‚Gut, dann nehme dir die Zeit. Brauchst du Raum für dich?‘, fragt sie weiter, um ein klares Feedback von ihm zu bekommen. ‚Ich bin gerade etwas überrumpelt‘, gibt er zu. ‚Okay‘, nimmt sie seine Hände in ihre und schaut ihn warm lächelnd an, setzt langsam fort: ‚Wir sind auf der embodied Ebene unseres Raumes angekommen, bist du bereit dafür?‘ Er lacht laut und schüttelt ungläubig den Kopf. Sie lässt ihm den Raum, den er braucht, löst ihre Hände aus seinen. Er hebt eine Hand und streift sich damit durch die Haare. Es fordert ihn sichtlich, doch die Schöpferin spürt, da ist keine Angst, da ist pures Vertrauen aus ihrem eigenen Embodiment getragen vom Leben. Tief ausatmend geht sie tiefer in ihr würdevolles meditatives kraftvoll weiches embodied Frausein. Die Antwort kommt sofort, er dreht sich um, schaut sie mit leuchten Augen an und sie kennt die Antwort. Ein verschmitztes abenteuerliches Grinsen breitet sich in seinem Gesicht aus. Sein Körper hat geantwortet, deutlicher kann es nicht sein. ‚Hmmmm‘, lächelt sie und ihr Lächeln wird warm und weit. Langsam kommt er auf sie zu und sie kann seine Energie spüren, die sich mit jedem Schritt noch klarer ausrichtet, sein ganzer Körper steht als Backup dahinter und eine Gänsehaut überkommt die Schöpferin. ‚Ist dir kalt?‘, will er wissen, doch sie kann seinen liebevollen Humor darin hören. Sie lacht laut und schüttelt den Kopf. ‚Das berührt dich‘, stellt er fest, obwohl er es schon lange weiss. ‚Ja‘, sagt sie sanft weich und atmet tief weit aus. ‚Ich bin bereit‘, teilt er seine embodied Worte. Ihre Antwort ist ein annehmendes sanftes Lächeln. ‚Die embodied Ebene darf entfalten‘, nimmt er eine Hand von ihr und zieht sie Richtung Tür. ‚Okay‘, ist sie von seiner direkten Handlung etwas überrumpelt und lässt sich einfach mitziehen. ‚Es ist okay, dass du gerade etwas überrumpelt bist‘, sagt im Flur. ‚Hm, ist es das?‘, neckt sie ihn liebevoll. ‚Ja, schließlich ein Teil der embodied Ebene, oder nicht?‘, ist seine Antwort. ‚Ja das stimmt. Es darf da sein, was der Körper mitteilen möchte, wie und ob ich danach handele, kommt im Abgleich mit dem, was aktuell im Raum ist‘, ergänzt sie. Er bleibt stehen und schaut sie tief an, wiederholt es in seinen Worten: ‚Es darf sein, was der Körper mitteilen möchte und danach kommt Handlung, wenn möglich, nach dem Abgleich mit dem was der Moment offenbart.‘ ‚Ja, wenn möglich, das ist eine sehr wertvolle Ergänzung‘, lächelt sie zufrieden. ‚Ja, denn manchmal braucht es die schnellere Handlung durch den Körper, besonders in Gefahrensituationen‘, ergänzt er. ‚Ja‘, nickt sie. ‚Doch wenn es das nicht braucht, dann kann ich abgleichen und dann handeln‘, wiederholt er erneut. ‚Hm, das schenkt Raum zum ganz Menschsein‘, lächelt sie erfüllt von diesem Verstehen. ‚Ganz Menschsein‘, wiederholt er für sich und teilt dann seine innere Resonanz: ‚Es ist immer erstmal für mich da, was mein Körper mir mitteilen möchte, ich muss es nicht teilen, ich kann. Wenn der Raum es anbietet oder ermöglicht. Und es verlangt nicht vom anderen es zu verändern.‘ ‚Nein, es verlangt nicht vom anderen, es zu verändern, wenn ich es teile, dann aus Gründen, die einen Körper verstehen lässt warum und es den Raum klar hält, besonders, wenn die Gabe der feinen Wahrnehmung vorhanden ist‘, vertieft sie. ‚Ja, das tut gut, es klar benennen zu können und den Raum klarzuhalten. Diese Perspektive belastet nicht und entlastet, weil ich in meiner Selbstverantwortung bleibe‘, macht er ihr ein Petzauge. Sie lacht und merkt an: ‚Ja und dieser liebevolle Humor wird zu einem sanft tragenden Element darin‘, bringt sie auf den Punkt. ‚Liebevoller Humor als tragfähiges Element auf der Ebene des Embodiments‘, wiederholt er es für sich. ‚Hm, gefällt mir‘, grinst er noch breiter. ‚Gut, dann lass uns das leben‘, setzt die Schöpferin sich in Bewegung und zieht ihn diesmal mit. ‚Was steht heute an?‘, will er wissen. ‚Ich habe keinen Plan‘, bekennt sie. ‚Hm, die Eltern der anderen wollen sich miteinander treffen, meine Eltern wollen etwas Zeit mit mir…..‘, überlegt er was gestern Abend war. ‚Oh, dann gibt es ja doch einen‘, lacht sie und grinst ihn an. ‚Ja‘, schüttelt er über seine Vergesslichkeit den Kopf. ‚Dein Körper war gerade in tiefen Tiefen unterwegs, sei nicht so hart zu ihm, dass er es vergessen hat‘, teilt sie ihren liebevollen Humor. ‚Gleich in die Ausführung, das gefällt mir. Du wirst zunehmend zügiger in der Handlung, was dein inneres Entfalten angeht‘, fällt ihm auf. ‚Hm, stimmt, ist mir noch gar nicht aufgefallen‘, spürt sie in die Aussage hinein und dann folgt ein tiefes weites Ausatmen. ‚Dein Körper hat geantwortet, mehr braucht es nicht‘, lächelt er sie an. Sie nickt still lächelnd. ‚Guten Morgen!‘, hören sie Hannes hinter ihnen rufen. ‚Guten Morgen Hannes, gut geschlafen?‘, will die Schöpferin wissen und er umarmt sie noch etwas verschlafen. ‚Ja, ganz gut und du?‘, fragt er höflich. ‚Auch‘, lächelt sie ihn an. ‚Darf ich heute Mittag mit meinen Freunden spielen?‘, will er wissen. ‚Gerne, heute ist nichts geplant, was euch betrifft‘, gibt sie ihre Zustimmung. ‚Danke!‘, löst er sich von der Schöpferin und flitzt zum Frühstück. ‚Ein junger Mann glücklich, was ist mit dem Älteren?‘, fordert der Schöpfer sie heraus. ‚Einen anderen Menschen glücklich machen……‘, sagt sie extra betont langsam und beendet nicht. ‚Ist der Weg in die Enttäuschung‘, beendet er für sie. ‚Ja, gut dass wir uns einig sind‘, gibt sie ihm einen Kuss und folgt Hannes Richtung Frühstück. Der Schöpfer lässt sich etwas mitziehen und sagt dann kurz vorm Speisessaal: ‚Das berührt gerade was sehr tief in mir und mein Körper gibt mir zu verstehen, du erwartest das nicht von mir.‘ Sie atmet tief ein und atmet dann langsam tief aus. ‚Oh wow, das war in deinem Körper als Muster, oder?‘, bringt sie es direkt auf den Punkt. ‚Ja, war es. Betonung auf „war“. Danke, dass du von mir nicht erwartest, dieses Muster aufrecht zu halten, sondern, dass du mir den Raum gibst, dieses Muster wandeln zu dürfen, für mich‘, zeigt er sich sehr verletzlich. ‚Embodied Vertrauen‘, ist ihre Antwort und er seufzt tief, denn sein Körper hat die embodied Resonanz tief wahrgenommen. Nein, sie möchte das nicht von ihm, sie möchte ihn aus sich selbst leuchten sehen, genauso wie sie für ihr inneres Leuchten sorgt, gemeinsam in dieser Leuchtkraft als Mensch braucht keinen anderen glücklich machen, es ergänzt oder verstärkt sich von selbst, embodied natürlich. Ihr huscht der intuitive Gedanke durch den Kopf, dass diese Perspektive Raum und Erfahren braucht, bis alte gesellschaftliche Muster sich wandeln können aus einem selbst, herzgeführt intuitiv embodied getragen. ‚Kommt lass uns was essen‘, betritt sie den Speisesaal, wo die meisten schon da sind und frühstücken. Ein Guten Morgen ertönt von verschiedenen Stellen wie ein Echo durch den Raum. ‚Guten Morgen‘, sagt zuerst die Schöpferin und dann der Schöpfer. Sie nehmen die noch freien Plätze, diesmal räumlich getrennt, doch innerlich ist diese Verbindung da, die tiefer und tiefer entfaltet, wenn sie den Raum dazu bekommt. 

 

~ 💗💖💕~ 

Kommentare