~ Kreativität ~

 





Wenn die Kreativität entfaltet

Es ist Lärm vom Flur zu hören. ‚Ich glaube sie sind zurück‘, schaut der Schöpfer die Schöpferin an. ‚Ja, klingt so‘, lächelt sie ihn an. ‚Ich gehe nachschauen‘, sagt die Schöpferin, doch der Schöpfer hält sie zurück und meint: ‚Hannes schläft, ich gehe‘. Er steht auf und geht in den Flur. ‚Kann ich hoch in mein Zimmer?‘, fragt Rosa die Schöpferin. ‚Ja klar kannst du‘, lächelt diese und Rosa verabschiedet sich. ‚Danke für eure Offenheit‘, bekennt Adele, als sie allein sind. ‚Gerne Adele, wieso sollte ich das nicht teilen?‘, will die Schöpferin wissen. ‚Weiss nicht, darüber reden doch viele gar nicht‘, schaut sie die Schöpferin wach an. ‚Stimmt, doch ich bin nicht die anderen‘, lächelt die Schöpferin tief wissend und ihr kommt ihre würdvolle Integrität in den Sinn. ‚Es gibt Menschen, die sind auch integer, doch sie haben keine Würde‘, sagt Adele plötzlich. ‚Wow Adele, ja das ist ein wichtiger Punkt zur Unterscheidung‘, antwortet die Schöpferin. ‚Integrität hat eine hohe Kraft, wenn ich die nicht mit Würde lebe, ist es im Prinzip nur sein eigenes Ding durchziehen‘, überlegt Adele weiter. ‚Ja‘, bestätigt die Schöpferin intuitiv. ‚Danke für deine Ansichten‘, bedankt sich die Schöpferin bei Adele. ‚Gerne‘, lächelt Adele sichtlich berührt. ‚Gibt diese Gabe niemals auf, okay?‘, bittet sie die Schöpferin. ‚Ich versuche es‘, lächelt Adele, doch sie ist nicht sicher. ‚Dein Wesen wird dich führen‘, antwortet darauf die Schöpferin. Adele nickt und meint: ‚Ich gehe auch mal in mein Zimmer, bis nachher zum Abendessen‘, steht Adele auf. Die Schöpferin sitzt weiterhin mit Hannes auf dem Sofa. Tief ausatmend genießt sie dieser kurze Moment der Stille und Ruhe. Sie ist innerlich berührt und auch etwas aufgerührt. Sie nimmt ihre Verantwortung wahr, die sie als Begleiterin dieser Kinder hat. Nimmt es ihre Freiheit? Nein eher im Gegenteil, ihre innere Freiheit geht sehr klar und bewusst in die Präsenz für diesen Raum, den sich zusammen mit dem Schöpfer erschaffen möchte, damit die Kinder ihr wahres Menschsein zumindest ansatzweise selbst erfahren und spüren können. Vielleicht macht das ihren Lebensweg etwas getragener, sie tragen schon so viel. ‚Hey‘, wird sie aus ihren Gedanken geholt, der Schöpfer ist wieder da. Sie schaut ihn warm an und lächelt liebevoll. ‚Sie sind zurück. Wollen jedoch noch etwas auf ihrem Zimmer ausruhen und dann kommt mein Vater Hannes holen‘, teilt der Schöpfer. ‚Hatten sie eine schöne Zeit?‘, will die Schöpferin wissen. ‚Ja, sie sahen alle sehr fröhlich aus‘, grinst er. ‚Aha!‘, lacht sie leise, um Hannes nicht zu wecken. ‚Das war ein sehr bewegender Nachmittag‘, bekennt er was sie innerlich spürt. ‚Ja, das war es und so wertvoll‘, sucht sie seine Hand, als er sich neben sie setzt und am Rücken umarmt. ‚Wir schaffen das, oder?‘, stellt sie die Frage in den Raum. Der Schöpfer ist etwas überrumpelt und spürt in seinen Körper, ob es aus Bedenken kommt oder ob es nur eine Bestärkung braucht von ihrer klaren inneren Kraft. ‚Wir schaffen das‘, antwortet er klar und sehr kraftvoll. ‚Danke‘, legt sie ihren Kopf an seine Schulter. ‚Du bist gerade innerlich sehr weich verletzlich‘, stellt er fest. ‚Ja, diese Verantwortung ist groß und ich weiss ich kann das, doch da ist auch dieses Nichtwissen, dass ich es nicht wirklich weiss wie und was‘, versucht sie es in Worten auszudrücken. ‚Du meinst, du gibst das in den Raum, was intuitiv für dich stimmig ist, doch du weisst nicht was daraus wird in den Kindern‘, bringt er es in seinen Ausdruck, was in ihm in die Resonanz geht. ‚Ja, sie haben schon so schwer zu tragen‘, seufzt sie. ‚Ja, ihre Lebensaufgabe. Doch sie haben alle drei diese kraftvolle Stärke eines menschlichen Wesens und ich sage jetzt sehr mutig, wir können ihnen den Raum schenken, es zu vertiefen und wahrzunehmen, so dass sie es nicht im außen suchen müssen‘, teilt er seine Resonanz. ‚Danke‘, seufzt sie diesmal erleichtert diese Worte zu hören. ‚Danke dir für diesen Mut, solche Räume zu erschaffen‘, zieht er sie etwas näher. Hannes beginnt sich zu bewegen und öffnet die Augen. ‚Oh‘, sagt er etwas irritiert, ‚bin ich eingeschlafen?‘, fragt er etwas verdattert. ‚Ja, das bist du, gut geschlafen?‘, will der Schöpfer wissen. ‚Ja!‘, grinst Hannes und setzt sich auf. ‚Ist dein Vater schon zurück?‘, will Hannes sofort wissen. Der Schöpfer lacht laut und meint: ‚Ja, doch sie wollen noch kurz Pause machen, er kommt dich holen, sobald er fertig damit ist.‘ ‚Oh, super!‘, ist Hannes wieder voller Energie. ‚Ich geh auch nochmal nach oben‘, verkündet er und schon flitzt er aus der Bibliothek. ‚Raum für uns?‘, grinst der Schöpfer abenteuerlustig. ‚Raum für uns‘, schmunzelt die Schöpferin und sie rutscht noch ein Stück näher zu ihm, zieht ihre Beine an und kuschelt sich in die Umarmung des Schöpfers. ‚Wenn du weich verletzlich bist, geht mein sanftes kraftvolles Sein noch tiefer‘, sagt er. ‚Hm‘, ist ihre Antwort. ‚Das ist sehr schön‘, redet er weiter. ‚Hm, das klingt gut‘, antwortet sie. ‚Wir sind an einem Punkt, wo unser beider innere Kreativität ganz frei steht‘, spricht er aus, was er gerade in sich als Erkenntnis trägt. ‚Hm, unser beider innere Kreativität‘, wiederholt sie und spürt in ihre Resonanz darauf. Ein tiefes weites Ausatmen ist ihre erste körperliche Antwort. ‚Das lässt innerlich sehr weit werden, da ist Freude, Zuversicht, Vertrauen in den Weg und die eigenen Fähigkeiten Dinge zu wandeln, wenn sie es brauchen, eine Geborgenheit, Wärme und Liebe‘, lässt sie es in Worte fließen. ‚Ja‘, spürt der Schöpfer seinen Körper darauf antworten und es wird in ihm innerlich warm und weit. ‚Sicher geborgen getragen lässt die Kreativität erst richtig entfalten‘, meint er. ‚Hm, das lässt mich wundern, es gibt zwei Arten von Kreativität‘, stellt sie fest. Er lacht frei und weit und spürt genau welche Art sie meint: ‚Die Überlebenskreativität und die Wesenskreativität‘, bringt er es auf den Punkt. ‚Ja, beides soooooo wertvoll‘, will sie keins davon ausschließen. ‚Ja, beide sehr wertvoll, es lässt in der Handlung bleiben‘, ergänzt er. ‚Ja es lässt in der Handlung bleiben‘, wiederholt sie bestätigend. ‚Möchtest du mit mir beide leben?‘, fragt sie direkt. ‚Beide leben mit dir?‘, wiederholt er, allerdings mehr neckend und sie löst sich etwas aus der Umarmung, um ihn anzusehen, wie er es genau meint. ‚Sorry, ich konnte nicht anders als dich liebevoll kreativ zu necken‘, entschuldigt er sich für diese etwas unklare Herausforderung. ‚Ich habe nur deine Körpersprache gebraucht‘, lächelt sie ihn liebevoll warm an. ‚Und?‘, will er wissen. ‚Eindeutig‘, ist sie sichtlich nicht beunruhigt. ‚Eindeutig?‘, wiederholt er schmunzelnd. ‚Ja, da ist keine Unsicherheit, da ist klare embodied Wahl‘, vertraut sie ganz auf ihre Körperwahrnehmung. ‚Ja ich möchte und ich werde‘, sagt er dann ganz sanft und schaut sie tief ruhig an. ‚Das freut mich‘, lächelt sie ihn liebevoll an und küsst ihn. ‚Ich bin so dankbar‘, sagt sie nach dem Kuss. ‚Ja, diese Dankbarkeit ist präsent da, Geschenke des Lebens haben das als umhüllende Qualität‘, lächelt er. ‚Stimmt, und das ist gut so, es ist nicht selbstverständlich‘, antwortet sie. ‚Nein, das ist es nicht und es wird es auch nicht, dazu sind wir beide zu selbstverantwortlich und wach im Moment‘, sagt er. ‚Ja, dafür bin ich auch dankbar‘, löst sie sich aus seiner Umarmung und steht auf. Sie hat das Bedürfnis sich ganz weit zu strecken. ‚Raum weiten?‘, grinst er sie wissend an. ‚JAAAA!‘, steht sie vorm großen Fenster und hat ihre Arme erst über dem Kopf gestreckt und dann seitlich. Er steht auf und stellt sich hinter sie, streckt seine Arme ebenfalls aus und hält ihre Hände mit seinen. ‚Und jetzt nehme dieses Backup einfach nur wahr‘, lädt er sie ein. ‚Hm‘, schließt sie die Augen und spürt, wie sie sich einfach nur hingeben möchten in dieses warme Sein, das ihren Rücken wärmt und stützt. Ihre Körperspannung lässt nach und der Schöpfer lockert seinen Handgriff um ihre Hände, diese gleiten seitlich an ihrem Körper hinunter und er umarmt sie sanft. Ihre Körperspannung lässt weiter nach und er spürt ihre sanfte Weichheit immer präsenter werden. Das berührt ihn zutiefst, da er tief versteht, welchen Raum er dazu erschaffen kann. Ohne wäre es nicht möglich. Die Schöpferin fühlt sich sicher geborgen und vertraut. Einfach verweilen huscht ihm durch den Kopf und er schließt ebenfalls die Augen. ‚Hey ihr beiden, ich will ja nicht stören‘, hören sie plötzlich eine Stimme aus Richtung Tür. Der Schöpfer antwortet als Erstes: ‚Alles gut, du störst nicht.‘ Die Schöpferin atmet tief ein und lange aus, richtet sich auf und löst sich aus der Umarmung. ‚Dein Vater möchte mit Hannes los, ist Hannes oben?‘, will der gute Freund wissen. ‚Ja‘, antwortet der Schöpfer und sagt dann noch: ‚ich komme mit, warte.‘ ‚Euch eine gute Zeit‘, lächelt die Schöpferin ihn an. ‚Danke‘, schmunzelt der Schöpfer und ist auf dem Weg aus der Bibliothek. ‚Möge die Kreativität uns führen‘, sagt sie leise zu sich mit einer tief ruhigen Freude in ihrem Körper und verlässt die Bibliothek ebenfalls. 

 

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