~ Sanftes liebevolles Sein als Spiegelung und Erinnerung ~
Sanftes liebesvolles Sein
Die Piratin und der Fährtenleser sind segeln. Der Wind steht gut, die Piratin ist innerlich sehr ruhig und da ist eine Weite, die sie sehr gut kennt. Schmunzelnd schaut sie den Fährtenleser an. Eine Welle sanftes liebevolles Sein beginnt sich in ihr zu offenbaren. ‚Was schmunzeltes du denn so?‘, will er interessiert wissen. ‚Gibt mir noch etwas Zeit, dann teile ich es mit dir‘, antwortet sie. Er spürt, sie ist in ihrer tiefen Ruhe, Wesensruhe? Ja das passt und gleichzeitig ist da auch diese Weite in ihr. ‚Hm‘, meint er zustimmend und konzentriert sich erneut auf das Steuerruder des kleinen Bootes. ‚Langsam wird es mal wieder Zeit für ein großes Boot, was meinst du?‘, seufzt er. Sie lacht und schaut ihn ganz sanft liebevoll an, das berührt etwas sehr tief im Fährtenleser und er atmet tief ein und lange aus. ‚Wow!‘, weicht er vom Thema ab, sie schmunzelt weiterhin und sagt nichts, wartet, bis er in die Resonanz kommen möchte. ‚Wow?‘, lädt sie ihn ein. ‚Ja, das, was da gerade ist…..‘, kann er es noch nicht in Worte fassen. ‚Wie fühlt es sich an?‘, möchte sie noch nichts teilen. ‚Wie fühlt es sich an….‘, spürt er in sich hinein. Es fühlt sich warm, sanft, weich, weit und so voller Liebe an. ‚Es ist warm, sanft, weich, weit und voller Liebe‘, teilt er seine Resonanz. ‚Hm‘, lächelt sie liebevoll und schenkt ihm weiterhin Raum. ‚Es berührt was, das in mir schon da ist‘, teilt er weiter. Sie lächelt noch weiter und sagt weiterhin nichts. ‚Deine Tiefe….wo hast du die nur all die Zeit versteckt?‘, neckt er sie. Sie lacht und hebt die Schultern als Zeichen, ich weiss es nicht, doch ihre Intuition gibt ihr sehr schnell Rückmeldung und es piekst gewaltig, teils etwas schmerzhaft. Sie seufzt und er schaut sie fragend an: ‚Alles okay?‘ Sie lächelt sanft und sagt dann in einer tiefen Ruhe: ‚Meine Tiefe war die ganze Zeit gut geschützt, hinter dem Schutz versteckt, genauso wie dieses sanfte liebevolle Sein‘, teilt sie nun doch. ‚Hm, sanftes liebesvolles Sein, ja das ist tief stimmig‘, lächelt er nun tief verstehend und das Thema Schmerz ist erstmal nicht mehr im Vordergrund. ‚Ich kann nur das spiegeln, was in dir ist‘, erinnert er sie. ‚Hm, ja, danke für die Erinnerung‘, lächelt sie warm. ‚Ich kann dir nur spiegeln was da ist und das, was davor noch schützt, wird von allein in die Präsenz kommen‘, erinnert sie ihn ebenfalls. ‚Der Schmerz‘, will das Thema nicht gehen und er seufzt. ‚Ja, wie wertvoll dieser Schutz doch ist‘, seufzt er erneut. ‚Ja, auch wenn das in dem Moment wo er sich präsentiert, nicht so in der Präsenz ist‘, schaut sie ihn beobachtend an. ‚Hm, stimmt, am liebsten soll er gleich wieder gehen, wenn er sich präsentiert‘, spürt der Fährtenleser in sich hinein. ‚Ist das jetzt Schmerz?‘, will sie wissen. ‚Hm, ist das Schmerz?‘, atmet er tief aus und spürt in seinen Körper. ‚Nein noch nicht‘, bekennt er, doch das heißt nichts, aus Erfahrung kommt er in die Präsenz, wenn der Raum es zulässt. ‚Falls er kommt…..‘, beginnt er und sie unterbricht ihn liebevoll: ‚darf er da sein, und in seiner Zeit wandeln, wenn er möchte.‘ ‚Danke‘, atmet er erleichtert aus. ‚Mit dem Schmerz, egal wie oft schon damit gewesen sein, ist eine Herausforderung, oder?‘, fragt er sie. ‚Hm, weiss nicht, je mehr ich mir selbst dieses sanfte liebevoll Sein schenken kann, umso sanfter wird das‘, überlegt sie. ‚Du meinst, wenn ich mit mir selbst menschlich bin?‘, fasst er es in seinen Worten zusammen. ‚Ja, wenn du dir selbst diese Wärme und Liebe schenkst, die wir ganz oft sehr viel im Außen teilen, bevor wir uns selbst damit beglücken‘, teilt sie ihre Erfahrung. ‚Hm, ja‘, nickt er. ‚Was macht es so schwer, das sich selbst zu geben?‘, will er wissen. ‚Ich vermute soziale Normen, die dich nicht kraftvoll und gleichzeitig sanft/weich sehen wollen‘, ist sie ehrlich. Eine kurze Stille entsteht. Der Wind dreht und der Fährtenleser schaut die Piratin an. ‚Wir drehen besser um, dieses Winddrehen gefällt mir nicht‘, ist sie direkt. ‚Mir auch nicht, doch ich wollte dein Feedback‘, lächelt er. ‚Oh, danke fürs Einbeziehen‘, freut sie sich. ‚Wir segeln zusammen‘, erinnert er sie. ‚Okay, möchtest du, dass ich jetzt das Ruder übernehme?‘, fragt sie. ‚Gerne‘, grinst er. ‚Wir segeln zusammen‘, grinst sie ihn an. Er lacht frei und weit und genießt das gesegelt werden. Er vertraut der Piratin und sein Körper lässt locker. Doch das bedeutet auch er gibt Raum frei, für was das, was in die Präsenz kommen möchte. Tief ausatmend macht er sich bereit für den Schmerz, der vielleicht kommt. ‚Alles gut?‘, schaut sie ihn etwas besorgt an. ‚Ich bereite mich gerade vor‘, grinst er etwas schief und sie spürt er ist in einer leichten Achtstellung. ‚Den Schmerz?‘, ist sie direkt. ‚Ja‘, nickt er. ‚Gut, dann lass ihn kommen‘, ist die Piratin unbeeindruckt, was kommen könnte. ‚Deine Ruhe erstaunt mich zunehmend‘, beobachtet er sie. ‚Hm‘, schaut sie ihn kurz an und dann wieder aufs Meer, die Wellen werden stärker, der Wind nimmt sehr zügig an Kraft auf. Im kleinen Boot segeln sind sie eine Nussschale in den Wellen, das ist was komplett anderes wie mit einem großen Boot. Er versteht, sie braucht jetzt ihre ganze Konzentration, um das Boot gut an den Steg zu bringen. ‚Was ein Wetter‘, sagt sie gegen den Wind, der ihr die Haare aus dem Gesicht bläst. ‚Ja, gut, dass wir umgedreht sind. Wäre nicht schön in dieser Nussschale auf dem offenen Meer‘, spricht er aus was sie gedacht hatte. ‚Ja, doch wir sind gleich da‘, ist ihre Stimme klar und gefestigt. ‚Nicht gerade Gentlemen-like dich die Wellen segeln zu lassen‘, bekennt er. Sie lacht und meint: ‚Naja, ich kenn die Gewässer hier besser.‘ Er nickt und das leichte schlechte Gewissen ist sofort verflogen, sie kennt ihre Gewässer und er vertraut in ihre Fähigkeit dieses kleine Boot sicher an den Steg zu bringen. ‚In wilden Gewässern zu vertrauen…..‘, sagt er plötzlich. Sie schaut ihn kurz an, doch sie braucht gerade ihre ganze Aufmerksamkeit, um an den Steg zu kommen, ohne einen Schaden am Boot zu verursachen. Er macht sich bereit mit dem Seil auf den Steg zu springen, wenn sie nah genug ist. Sie holt das Segel langsam aus dem Wind und er springt auf den Steg, macht das Seil so schnell wie möglich fest und sie beginnt das Segel einzuholen und wegzupacken. ‚Du bist ja schon fertig‘, stellt er fest, als er wieder aufs Boot kommt. ‚Gemeinsam im Flow‘, sagt sie nur und küsst ihn. ‚Komm, es wird Zeit, der Sturm nimmt zu‘, klettert sie aus dem Boot und hält ihm die Hand hin. Er nimmt an und steigt auf den Steg. ‚In wilden Gewässer zu vertrauen, wenn das in einem gemeinsamen Raum da ist, dann war schon sehr viel im Weg davor‘, lächelt sie ihn an. ‚Und es gab schon sehr viele bewusste Wahlen zu bleiben‘, lächelt er sie liebevoll sanft an. ‚Ja‘, spürt sie dieses sanfte liebevolle Sein gespiegelt in ihm. ‚Ich kann dir dieses sanfte liebevolle Sein nur spiegeln, weil es da ist‘, wiederholt sie. ‚Ja und der Schutz davor ist oft gefüllt mit Schmerz, es nicht gespiegelt bekommen zu haben all die Jahre. Es wurde eher benutzt, ausgesaugt, doch es war keine gleiche Ebene da, das macht auf Dauer leer‘, teilt er. ‚Und es zermürbt auf Dauer auch, ich werde aufhören daran zu glauben, dass es auf gleicher Ebene möglich ist‘, setzt sie fort. ‚Es ist der Schmerz, dieses sanfte liebevolle Sein das einfach ist, nicht gespiegelt zu bekommen, sondern es ab einem gewissen Punkt nur noch die Option schützen bleiben‘, bringt er es auf den Punkt. ‚Wow, ja‘, trifft er es und sie hat eine tiefe Resonanz in sich. ‚Doch erst wenn ich mir selbst dieses sanfte liebevolle Sein schenken kann, mich selbst damit nähren kann, wird sich die Spiegelung offenbaren in den Augen eines anderen Menschen‘, lässt er sein embodied Verstehen in den Ausdruck fließen. ‚Sich selbst ein guter Freund sein, sich selbst Mitgefühl schenken, gut für sich zu sorgen, in Verbindung sein mit dem eigenen Körper, zuhören was ist und was er braucht, sicherer Raum für mich selbst‘, ergänzt sie. ‚Ja und dann irgendwann wird es den Moment geben, wo ich das gespiegelt sehe in einem anderen Menschen‘, lächelt er sie liebevoll sanft an. ‚Hm, so wie jetzt?‘, schmunzelt sie abenteuerlustig. ‚Ja, so wie jetzt und dieses schmerzhafte Ziehen, des so viel zu geben und keine Resonanz, findet seinen Frieden‘, lächelt er warm. ‚Oh, das so viel zu geben und keine Resonanz……‘, sie spürt einen Schmerz und atmet tief ein. ‚Da ist Traurigkeit‘, teilt sie weiter. ‚Ja, da ist Traurigkeit‘, bestätigt er. ‚Dann lass diese Traurigkeit da sein, sie hat ihre Zeit und sie möchte gesehen werden. All das, was war darf gesehen werden, liebevoll sanft getragen in mir und in dir und somit auch in unserem gemeinsamen Raum‘, schafft sie bewusst Raum für das, was ist. ‚Raum der Integrität‘, lächelt er. ‚Raum der Integrität‘, wiederholt sie. ‚Wie schnell der Raum der eigenen Wahrheit in einen gemeinsamen Raum der Integrität wird erstaunt mich‘, bekennt sie. ‚Hm, ja, das Leben hat seine eigenen Wege‘, schmunzelt er. ‚Was macht dein Schmerz?‘, will sie wissen. ‚Er ist da, doch meine Zuhausestille ist auch da‘, antwortet er. ‚Ja, das ist dieser Raum der Integrität, getragen aus der eigenen Zuhausestille dürfen Dinge und eigene Wahrheiten da sein und vielleicht wird so manche Wahrheit nicht ganz gewandelt, sondern bekommt eine neue Perspektive und Möglichkeit‘, grinst sie herausfordernd. ‚Deine Fähigkeit mutig voranzuschreiten‘, grinst er. ‚Hm‘, lächelt sie zufrieden. ‚Du lädst mich ein in einen Flow der Integrität‘, stellt er fest. Sie spürt kurz in sich und antwortet freudestrahlend: ‚JA!‘ Nun lachen beide und der Fährtenleser umarmt sie seitlich und beginnt mit ihr Richtung Schloss zu laufen. ‚Mein Schmerz ist da, doch er will nur gesehen werden, um das freizugeben, was wartet‘, teilt sie. ‚Hm, und es wartet dieses sanfte liebevolle Sein‘, lässt er seine Resonanz fließen. ‚Ja, getragen aus deiner eigenen Annahme dessen und meiner eigenen Annahme dessen. Es läuft nicht mehr leer in unserem gemeinsamen Raum, es ist jedes Mal eine Erinnerung, wenn dieses Sein in die Präsenz kommt‘, spricht sie weiter. ‚Eine Erinnerung liebevoll sanft zu mir selbst zu sein‘, beendet er das Verstehen. ‚Ja, liebevoll sanft zu sich selbst zu sein, denn daraus wird es ein Nähren, erst sich selbst und dann den gemeinsamen Raum‘, verfeinert sie es noch. ‚Ein schönes Sein‘, spürt er eine Wärme und Leichtigkeit in seinem ganzen Körper ausbreiten. ‚Wesensruhe und innere Weite sind das Tor für dieses sanfte liebevoll Sein‘, bleibt er stehen und dreht sie zu sich, damit er ihr in die Augen sehen kann. ‚Das Tor‘, weiderholt sie. ‚Ja, das Tor, möchtest du mir mit zusammen durch gehen, in das, was dahinter ist?‘, fragt er sie direkt. Sie lächelt ihn warm liebevoll an und sagt dann mit sanfter ruhiger Stimme: ‚Ja, das möchte ich.‘ Danach breitet sich eine angenehme Stille aus und sie laufen darin bis zum Schloss. Der Fährtenleser ist erstaunt, dieser Schmerz ist weg, wo er hin ist, ist nicht wichtig. Der Weg ist frei für sein sanftes liebevolles Sein ganz entfalten zu lassen, für ihn selbst und daraus in ihren gemeinsamen Raum fließend, auch wenn das schon die ganze Zeit da war und gelebt wurde. Es bekommt jetzt durch diese bewusste Wahl nochmal eine ganz andere Bedeutung und Kraft. Alles, was bewusst ist, hat eine klare Kraft, die selbst in wilden Gewässern vertrauen lässt, in seine eigenen Fähigkeiten und den gemeinsamen Raum.
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