~ Pacing ~

 







 

Pacing

‚Wir sind gleich da‘, verkündet die Forscherin. ‚Hm‘, sagt der gute Freund nur, er ist versunken in sich selbst. Sie lässt ihn und geht in die Verbindung mit der Natur. Sie ist innerlich weit und geborgen getragen aus sich selbst und auch in ihrer gemeinsamen Verbindung. Sie fühlt sich wohl und ist gerne in der Verbindung mit dem guten Freund. Sie hören Stimmen und die Forscherin grinst, offensichtlich hatten ihre Eltern den gleichen Gedanken. ‚Oh, da seid ihr ja wieder!‘, begrüßt sie Frieda beide. ‚Hallo‘, lächelt die Forscherin alle an. ‚Wusstest du, wir wollten hier her?‘, erkundigt sich Artur. ‚Nein‘, lacht die Forscherin. ‚Aha‘, antwortet ihre Mutter mit einem wissenden Lächeln. ‚Eure Gabe ist faszinierend‘, stellt Annabel fest. ‚Hm‘, antwortet die Forscherin. ‚Was für eine tiefe Verbindung zum Leben habt ihr?‘, will sie weiter wissen. ‚Tief‘, lacht Frieda. ‚Ja‘, nickt ihr Annabel zu. ‚Eine Gabe und eine Herausforderung zugleich‘, meint sie dann weiter. ‚Das ist es wohl‘, seufzt Frieda und spürt ihren Weg in ihrem Körper. ‚Das braucht viel Pacing, bis gelernt wird damit umzugehen‘, antwortet Artur. ‚Kann ich mir vorstellen‘, nickt Annabel. ‚Pacing, so wichtig mit vielem im Leben, oder?‘, meint Artur. ‚Ja, das stimmt wohl‘, nickt Leo ihm zu. ‚Jetzt wo du es ansprichst, mir fiel das sehr schwer‘, seufzt Leo. Der gute Freund ist schon wieder sichtlich berührt, was geht hier vor? So offen hat er seine Eltern noch nicht erlebt. Er schaut die Forscherin hilfesuchend an, sie merkt es überfordert ihn gerade etwas. Sie sucht seine Hand und gibt ihm zu verstehen, es ist alles gut. ‚Es ist der Raum‘, sagt sie leise. ‚Hm‘, nickt er ihr dankend zu. Ja diesen Raum kennt er, die Forscherin ist es genauso. ‚Leo, wir müssen erst diese Reise machen, um unseren Weg tiefer zu verstehen!‘, stellt Annabel fest und alle lachen. ‚Es hat was Komisches darin, oder?‘, lacht er weiter. ‚Ja, schon, wir müssen so alt werden, um zu verstehen, was wir leben!‘, lacht sie auch weiter und es ist gleichzeitig eine Entspannung mitklingend. ‚Es tut zu verstehen‘, schaut Leo seine Frau liebevoll an. ‚Hm, das tut es, all das, was manchmal pures Chaos war und Nichtwissen wie der Weg weitergeht, hat letztlich doch einen Weg gefunden‘, antwortet sie sanft und dieser Moment zwischen ihnen ist so tief liebevoll getragen. ‚Die Magie des Waldes‘, legt Artur seine Hand auf Leos Schulter. ‚Das ist wirklich Magie, doch ich glaube eher es ist euer Raum‘, lächelt er Artur an. ‚Hm, kann sein‘, schmunzelt dieser wissend und sagt nichts mehr. ‚Was eine berührende Reise, vielen Dank für die Einladung‘, ist Annabel sichtlich berührt. ‚Sehr gerne, es ist uns eine Ehre‘, lächelt Frieda sie warm an. Leo schaut seinen Sohn wissend an, dann die Forscherin. Der gute Freund nickt seinem Vater zu und sie beschließen weiterzulaufen. Diesmal laufen sie zusammen zurück zum Haus. Dort verbringen sie noch den Nachmittag mit vielen Geschichten, gutem Essen und genießen die Leichtigkeit des Seins. Als es beginnt, dunkel zu werden, verabschieden sich die Eltern des guten Freundes von den Eltern der Forscherin und sie gehen zum Schloss zurück. Dort ist es schön später und sie beschließen noch eine Kleinigkeit in der Küche zu essen bevor alle schlafen gehen. ‚Danke für diesen Tag‘, verabschieden sich Annabel und Leo vor ihrer Tür. ‚Sehr gerne, danke für eure Offenheit‘, antwortet die Forscherin. ‚Gute Nacht ihr beiden‘, sagt Leo und sie gehen in ihre Zimmer. ‚Noch was machen oder schlafen?‘, will die Forscherin wissen. ‚Ehrlich gesagt, ich bin sehr müde, dieser Tag hat meine Kapazität doch mehr gefordert wie erwartet‘, grinst er müde. ‚Gut, dann schlafen‘, gehen sie in ihr Zimmer und machen sich bereit zum Schlafen.

Am nächsten Morgen sind alle wieder zusammen beim Frühstück. ‚Wie war euer Tag gestern?‘, will Ida von ihren Gästen wissen. ‚Sehr spannend‘, lacht Annabel. ‚Ihr habt den Raum von Artur und Frieda, erfahren?‘, fragt Ida weiter. ‚Ja, den haben wir‘, lacht Leo. ‚Das freut mich‘, lächelt Ida. ‚Was ist Raum erfahren?‘, will Hannes interessiert wissen. ‚Was ist Raum erfahren‘, wiederholt Ida und lässt sich mit ihrer Antwort etwas Zeit. ‚Okay, Hannes ich versuche es in ein Bild zu fassen‘, beginnt Ida. ‚Okay, ich bin ganz Ohr‘, setzt sich Hannes etwas gerader hin und ist ganz aufmerksam. ‚Wie fühlst du dich, wenn du mit dem Schöpfer und der Schöpferin zusammen bist?‘, will sie wissen. ‚Gut, sehr gut sogar. Ich darf sein wie ich bin und manchmal sprudelt es einfach aus mir raus, plopp, ohne dass es geplant war‘, sprudelt es sofort. ‚Das ist die Wirkung dieses Raumes‘, spricht Ida weiter. ‚Oh, echt?‘, ist Hannes etwas überrascht. ‚Das ist alles?‘, will er wissen und alle lachen. ‚Okay, wie fühlst du dich unter deinen Freunden?‘, fragt Ida weiter. ‚Naja, eben nicht so….‘, überlegt er. ‚Mehr anders, nicht so frei‘, drückt er es in seinen Worten aus. ‚Also gibt es unterschiedliche Räume‘, sagt Ida. ‚Ja‘, nickt Hannes und seine Augen werden plötzlich ganz groß. ‚Oh!‘, sagt er dann und schaut die Schöpferin und den Schöpfer ganz groß an: ‚Die gibt es nicht so oft, oder?‘ ‚Nein, Hannes, die gibt es nicht so oft diese Räume, doch sie werden oft als selbstverständlich angesehen‘, beendet Ida. ‚Oh, stimmt, habe ich auch…‘, ist er etwas traurig. ‚Hey‘, beteiligt sich der Schöpfer an der Unterhaltung. ‚Und das ist auch völlig okay, du bist noch ein Kind‘, ergänzt er. ‚Hm, doch ich weiss, euren Raum sehr zu schätzen‘, antwortet er. ‚Das wissen wir Hannes, danke fürs in Worten ausdrücken‘, antwortet die Schöpferin. Hannes ist zufrieden und seufzt tief. ‚Danke Ida‘, schaut er sie lächelnd an. ‚Sehr gerne Hannes‘, nickt sie ihm zu. ‚Aber wenn diese Räume solch eine Wirkung haben, brauchen sie dann nicht was, um nicht so überwältigt zu werden, wenn plötzlich Raum ist für so vieles, das vielleicht davor noch nie Raum hatte?‘, wundert sich Rosa. ‚Gute Frage Rosa, da sprichst du was sehr Wichtiges an. Ja es kann einem überrollen, wenn ich solche Räume erfahre, all das, was noch keinen Raum hatte, will einfach in den Ausdruck. Der Druck kann sehr hoch sein und es kann überwältigen, ja‘, bestätigt Ida. ‚Und jetzt?‘, will sie es genau wissen. ‚Braucht es Pacing‘, schaltet sich Leo ein und lächelt Rosa warm an. ‚Pacing?‘, fragt sie. ‚Ja, das bewusste hinzunehmen von Ressourcen und Pausen‘, antwortet Ida. Leo schüttelt plötzlich den Kopf und alle schauen ihn an. ‚Das ist nicht einfach Rosa‘, erklärt er sein Kopfschütteln, das mehr für ihn selbst war und seinen Weg damit. ‚Oh!‘, sagt Rosa. ‚Ich versuche es dir zu erklären‘, beginnt er. ‚Wenn ein Mensch einen Partner findet, entsteht ein Raum, wo es Chancen gibt das zu heilen, was vielleicht in der Kindheit in der nahen Beziehung zu den Eltern oder anderen Erfahrungen zu Wunden geführt hat. Ich übernehme Muster von meiner Ursprungsfamilie und mache vielleicht Erfahrungen, worüber ein Kind mit niemanden redet. Manchmal hat es auch gar keine Worte dafür, als Kind mal nicht, und als Erwachsener fällt es auch nicht einfach‘, pausiert er und achtet auf Rosas Reaktion. Sie nickt ihm zu. ‚Und es ist egal wie gut deine Kindheit war, es wird immer kleine Wunden geben, die wir im Verlauf unseres Menschseins erfahren. In diesem Raum, der so nah ist und eine gut genügende Sicherheit sich entwickelt hat, beginnt ein Körper Verletzlichkeiten zu präsentieren. Nicht um zu ärgern oder zu verletzen, sondern der Körper möchte diese Verletzungen in dieser Sicherheit wahrgenommen haben, sie wollen gesehen werden, sie wollen Dasein dürfen und der Schmerz möchte sich integrieren. So was geht am besten in einem sicher genügenden Raum mit anderen Menschen oder einem Menschen‘, pausiert er erneut. Rosa nickt ihm wieder zu und er atmet tief ein und aus, setzt fort: ‚Als es das erste Mal passiert ist, war ich total überfordert, ich wusste nicht mehr, wer ich war und was mit mir passiert. Ich kannte mich so gar nicht, ich schämte mich, ich spürte Schuld nicht stark genug zu sein als Mann in unserer jungen Ehe, so wie es das gesellschaftliche Bild präsentiert. Annabel hatte da eine tiefe Ruhe und sie war zwar anfangs auch etwas überrumpelt, doch sie fand schnell einen Weg damit umzugehen und für mich da zu sein. Es hat lange gebraucht, bis ich das annehmen konnte. Und als ich es konnte, brach plötzlich noch mehr hervor, stärker als je zuvor. Das brachte mich in einen Teufelskreis, ich wollte, dass es endlich integrieren darf und gleichzeitig war es Zuviel. Ein Dilemma, wenn du verstehst, was ich meine‘, unterbricht er kurz. ‚Ja, das klingt so‘, nickt Rosa ihm zu und will dann wissen: ‚Was war die Lösung?‘ ‚Die Lösung? Annabel war so beharrlich und hat mir so oft angeboten es langsamer angehen zu lassen, Pausen einzubauen, meine Ressourcen zu leben, meine Schuldgefühle zu wandeln in ein Verstehen, wie und warum es ist wie es ist. Und mit der Zeit lernte ich wirklich langsamer zu sein, mir selbst die Langsamkeit zu schenken. Mein Selbst wurde kraftvoller, ich konnte gleichzeitig den Schmerz und meine eigene sichere Verbindung halten. Es war ein langes Training mit vielen Lernerfahrungen, doch ein Körper kennt den Weg, wenn er den sicher genügenden Raum hat und den hatte ich. Idas weibliche Intuition konnte das große Ganze wahrnehmen und daraus hat sie mir Orientierung gegeben. Das war nicht einfach für sie, ich bin ein Sturkopf, und mache es gerne auf meine Art einfach durch, doch mein Körper hat mir letztlich gezeigt, wie es läuft. Pacing ist lernbar, es braucht vor allem sich selbst verzeihen können, wenn mal wieder die eigenen Kapazitätsgrenzen überschritten worden sind‘, macht er ihr ein Petzauge. ‚Hm, das klingt herausfordernd‘, antwortet sie. ‚Ja, das ist es, doch wo ein Wille, ist ein Weg‘, grinst er. ‚Und dieser Wille ist?‘, will sie wissen. ‚Das Selbst oder Wesen in einem Menschen, das genau weiss, da gibt es noch was anderes wie nur Schmerz im Leben‘, seufzt Leo tief. ‚Wow!‘, ist Rosa tief berührt, dann ihr Wesen ging sofort in die Resonanz. ‚Ich spüre mein Wesen und es meint, es will auch nicht mein Leben lang traurig sein, doch es hat ja diesen Raum von euch allen und deshalb kann es diese Traurigkeit Stück für Stück integrieren, so wie es das braucht‘, teilt sie. ‚Wow, Rosa, das ist wunderbar‘, ist die Schöpferin berührt. ‚Hm‘, nickt Rosa. ‚Und dein Körper lebt schon Pacing, Rosa. Er durfte es natürlicherweise lernen, was ein Geschenk in deinem Leben‘, stellt Annabel fest. ‚Hm, meine Mutter war da sehr bedacht drauf, dass alles seine Zeit haben durfte und alles da sein durfte, egal was es war. Sie hat es nicht verurteilt, sie war einfach nur liebevoller warmer geborgener Raum‘, laufen ihr die Tränen über die Wangen. ‚Und das ist ein wunderschönes Geschenk deiner Mutter, das immer bei dir sein wird, dein Leben lang‘, fasst es Annabel in Worte. Rosa nickt unter Tränen und Adele legt einen Arm um sie, sie hat auch am ganzen Körper eine Gänsehaut. ‚Und erleben das viele Menschen, solche Räume mit ihren Partnern oder Partnerinnen?‘, will Hannes wissen. ‚Gute Frage Hannes, ich weiss es nicht, doch aus Erfahrung eher selten‘, antwortet Leo. ‚Oh!‘, ist Hannes etwas baff und meint dann: ‚Wie schade!‘ ‚Ja, da ist schade‘, raunt es durch die Gruppe und es bringt sie zum Lachen. ‚Danke für euren Raum‘, sagt Rosa danach und sie fühlt sich innerlich so geborgen getragen leicht. Ihre Mutter ist ganz präsent und es tut einfach nur gut, dieses Geschenk immer bei sich zu haben, es wird ihr helfen in Momenten, wo vielleicht nicht diese Räume vorhanden sind und sie ihren eigenen Raum dafür braucht. Doch sie spürt intuitiv, wenn sie die Möglichkeit hat solche Räume von anderen Menschen geschenkt zu bekommen, sie wird sie annehmen und vielleicht genauso geben, wie sie es erfahren hat. ‚Und Rosa, du wirst sehr wahrscheinlich selbst ein Mensch sein, der solche Räume einfach ist, ohne dass du was tust. Es ist in dir verkörpert‘, ergänzt Ida. ‚Hm, ja das ging mir eben auch durch mein Sein‘, antwortet sie. ‚Pacing, ich will das auch können!‘, platzt Hannes raus. ‚Und das lernst du gerade, oder?‘, erinnert ihn der Schöpfer. ‚Hm, kann sein‘, ist er noch nicht so überzeugt. ‚Warum willst du das auch können, Hannes?‘, interessiert sich Nilson für sein Beweggrund. ‚Ich will auch so sicher genügender Raum für andere Menschen sein, es tut viel besser, wie die anderen Räume und es macht so warm hier‘, legt er seine Hand auf sein Brustbereich. ‚Hm, das tut es Hannes‘, lächelt Nilson wissend und tief berührt. ‚Im Grunde was das Menschsein ausmacht und so wenig gelebt wird, nur die ganz mutigen gehen diese Wege‘, meint Nilson. ‚Darf ich ergänzen?‘, schaut ihn Ida an. ‚Ja, gerne‘, nickt er sie liebevoll an. ‚Es sind die Menschen, die mit sich selbst noch eine Form ihrer inneren Verbindung haben, ohne diese Verbindung nutzt Mut auch nichts. Es ist die Liebe des Lebens, das an diese eigene innere Verbindung erinnert, wenn ich offen dafür bin. Diese kleine Stimme in dir, die fragt – das war alles? Das kann es noch nicht gewesen sein! Und dann beginnt diese Verbindung zusammen mit dem Leben Wege zu finden. Sie sind oft beschwerlich, es gibt viele Punkte wo man aus Überforderung aufgeben will und das ist okay. Manchmal braucht es das erzwungene Pausieren des Körpers, bis Pacing so entwickelt ist, dass ich in mir liebevoll gehalten Dinge integrieren kann‘, beendet Ida. ‚Das hast du schön ergänzt‘, lächelt Nilson seine Frau an und gibt ihr einen Kuss. ‚Danke‘, antwortet sie warm. ‚Ich habe da noch eine Frage‘ meldet sich Hannes. ‚Ja?‘, schaut ihn Ida lächelnd an. ‚Verstehe ich das richtig, wenn ich viel habe, dass gesehen werden will damit es heilen kann, kann es Zuviel werden und mein Körper fühlt sich ganz verwirrt? Und das ist ein Zeichen es war Zuviel? Also wenn ich lerne, es langsamer zu leben und gut zu mir bin, meine Verbindung zu meinem Herzen habe, wird das anders?‘, fasst Hannes es in seinen Worten zusammen. ‚Ja, Hannes, genauso‘, bestätigt Ida und sie spürt er ist noch nicht ganz fertig. ‚Okay, und wenn ich am liebsten so schnell wie möglich alles intergieren will, weil ich merke, wie gut es tut, das danach, diese freie und weite und diese lebendige Freude?‘, will er wissen. ‚Hm, ja, dann heißt es trotzdem langsam machen und die menschlichen Räume annehmen, denn diese Menschen, die diese Räume anbieten, kennen den Weg oft aus eigener Erfahrung. Doch sie wissen auch, jeder hat seinen eigenen Erfahrungsweg, auch was das Pacing angeht. Manchmal muss man oft an die Wand rennen, bevor man den Bogen raushat, wie es möglich ist‘, antwortet Ida. ‚Okay, es geht also schneller, wenn man das so sagen kann, wenn ich mir wirklich das Pacing schenke, wie ständig meinen Körper zu überfordern?‘, fragt er weiter. ‚Ja, denn, wenn du in dein Überleben kippst, ist es keine Integration mehr, deshalb ist es auch einfacher in einem sicher genügenden Raum mit einem anderen Menschen, falls es kippt. Du behältst weiter deine Eigenverantwortung, doch das Wissen, da ist ein anderer Mensch bestärkt dich im Weg und es gibt Halt, besonders dann, wenn es wackelig wird‘, antwortet Ida. ‚Ohne festzuhalten‘, ergänzt Hannes. ‚Ja, genau Hannes, ohne festzuhalten, einfach Dasein‘, nickt Ida ihr zustimmend zu. ‚Okay, ich glaube ich habe es verstanden‘, ist er sichtlich zufrieden und seufzt.

‚Tiefgang am Morgen, was bringt der Tag noch?‘, grinst der Fährtenleser. ‚Na, da ist jemand auf Abenteuer aus!‘, lacht der Schöpfer. ‚Ich habe eine Idee, lasst uns alle einen Überraschungsbesuch machen. Es gibt da zwei sehr alte Menschen, denen würden wir eine Riesenfreude bereiten‘, sagt die Schöpferin. ‚Oh ja, das ist eine wunderbare Idee. Ich sage der Küche Bescheid, sie soll die Picknickkörbe packen und wir machen uns kurz vor Mittag auf den Weg‘, beschließt Ida freudig. ‚Wo geht es hin?‘, will der Fährtenleser wissen. ‚Zu dem alten Ehepaar Anton und Lisa, sie ist erblindet und er pflegt sie. Sie hat zunehmend weniger Kraft und meine Befürchtung, sie wird nicht mehr lange leben, deshalb lasst uns ihnen eine Freude bereiten‘, antwortet die Schöpferin. ‚Sehr gerne, na dann los, wir nehmen die Pferde, Kinder ihr müsst dann bei jemanden mitreiten ist das okay?‘, will Nilson wissen. ‚Kein Problem, ich kann eh nicht reiten‘, bekennt Rosa. ‚Gut, dann lasst uns alles in die Wege leiten. Bis nachher. Nilson steht auf und steuert zielstrebig in den Stall und Ida in die Küche. ‚Oh, ein Abenteuer!‘, ist Hannes hin und weg und er darf mit. Die Schöpferin schaut den Schöpfer wissend an und ein liebevolles warme weites Weichsein breitet sich in der Schöpferin aus. ‚Na, dann mal los Kinder, ihr braucht andere Kleider‘, scheucht der Schöpfer sie los. ‚Bis nachher‘, gehen auch sie in ihr Zimmer vorbereiten. ‚Das Wetter macht mit?‘, überlegt die Schöpferin auf dem Weg nach oben, ich gehe davon aus, sonst hätte Nilson schon sein Veto gegeben, oder?‘, überlegt der Schöpfer. ‚Stimmt‘, lacht die Schöpferin und er spürt ihre liebevolle warme weite Weichheit, fast fand er es schade, dass sie bald losreiten, er hätte noch eine andere Idee. Sie spürt sein verschmitztes Schmunzeln und schüttelt nur leicht liebevoll lächelnd den Kopf. ‚Ich bin ein Mann‘, ist das Einzige was er dazu sagt und sie lacht frei und weit, nimmt seine Hand und sie laufen die Treppen zusammen hoch.

 

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