Juligedicht: Die Kunst des Loslassens



'Die Kunst des Loslassens

Die Kunst des Loslassens
ist ein erfassen,
ein lassen,
dessen,
was kann nicht werden vergessen,
denn es ist tief verankert,
es ist etwas das immer in mir mitwandert,
es ist nur still,
mag keinen Drill,
mag kein 'jetzt-sofort-wollen',
es lässt einem sonst alles fortrollen,
bis ich versteh,
Hey!
lass los
und das Leben wird famos.

Lass los! 
Das Leben wird famos,
schon mehrmals wiederkehrend geschrieben
und draus entstand ein lieben
meines Lebens,
denn nicht ein tiefes inneres Bild war vergebens
es kam irgendwann,
dann,
wenn es seine Zeit hatte 
verpackt ohne Watte
ins pralle Geben
in mein beleben
mich lassen innerlich erbeben
mit Freude
die ist niemals ein Vergeude
egal wie kurz oder lang gelebt
denn es ist immer wieder neue die entsteht
wenn ich es zulasse
nicht versuche es zu fassen
das was nicht festzuhalten geht
denn es besteht,
in einer freien Weite,
die bereite,
immer wieder neue Räume vor
mit einem offenen Tor
durch das ich dann nur durchschreite
spüren das befreite
das mich empfängt
und das Neue anfängt.

Die Kunst des Loslassens
endlich ein tiefes verstehendes Entschluss fassen
jedesmal wenn dieser Moment entsteht
wenn man so seinen Weg geht,
wissen, intuitiv tief,
ich werd mutig springen
und dazu singen
denn das Leben rief
mich loszumachen
von all dem das wird vielleicht irgendwann mein Feuer entfachen
mit tiefem freudvoll weitem Lachen
annehmen aller Geschenke des Lebens und Sachen
die zu  mir passen
nach dem loslassen.

Ich schreib das heute für mich und dich,
denn es kann niemals geben ein 'versprich'
es ist immer nur ein freiwilliges dasein
zusammen oder allein
im Moment des Lebens
im Impulsegebens
ihnen einfach frei folgen
wissen es sind keine Schaumwolken
sondern hat eine Kraft,
mit Bedacht,
im Schlepptau,
die einfach nur als Botschaft hat: 'Vertrau'.

Die Kunst des Loslassens
die Wahl des Lassens
das Vertrauen
um darauf aufzubauen
was immer kommt
es sonnt, 
macht nass,
kalt oder warm,
es hat seinen eigenen Charm,
es gibt nicht mehr ein bodenlosses Fass,
sondern aus tief erfüllt
umhüllt
in einer Wärme
die gleicht einer menschlichen Therme
die auch strahlt in weite Ferne
wenn es so sein soll
lebendig freudvoll leben wie ein Troll
der keine Normen kennt
der nicht gegen Wände rennt
sondern sie erklettert
und von oben anstatt wettert,
nur verschmitzt schmunzelt
Petzauge macht anstatt die Stirn runzelt
dich keck anregt
damit du dich auch bewegst
deine Wand zu erklettern
loslassen tief zu erfahren
im Balance bewahren.

Die Kunst des Loslassens
kommt mit der Zeit,
 wenn ich bin bereit,
dann ist es ein lassen
anstatt versuchen es zu fassen
und irgendwann,
dann,
 vielleicht,
kommt etwas das gleicht,
dem was einmal war,
 da,
 als inneres intuitives Sehnen
ohne es im Wunschdenken zu erwähnen. 

Erst das Loslassen kann mich beschenken
und es braucht nicht mehr alles zu zerdenken.

Das Leben fragt mich, ob ich bin bereit,
es wäre jetzt die Zeit,
diese Kunst ganz entfaltend zu leben,
im nichts zu erstreben,
einfach das geben ,
was ich kann,
und dann,
wenn mir wird gegeben
es einfach annehmen und leben.'

 - Geschrieben und Copyright von Anke Martin

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