~ Geschenk des Menschseindürfens und der Raum der Wahrnehmung ~
Geschenk des Menschseindürfens und der Raum der Wahrnehmung
Der Schöpfer und die Schöpferin gehen in Richtung Zimmer als ihr Vater ihnen begegnet: ‚Abendessen gibt es später, ich habe die Küche informiert, so haben wir alles etwas Zeit zum Erholen.‘ ‚Danke Vater‘, bedankt sich die Schöpferin. ‚Bis nachher‘, läuft er die Treppen wieder runter. ‚Offensichtlich hat er noch was vor‘, meint der Schöpfer und schaut ihm nachdenklich hinterher. ‚Hm, dein Gespür‘, lächelt sie ihn liebevoll an. ‚Ja mein Gespür‘, seufzt er etwas müde. ‚Komm‘, nimmt sie seine Hand und zieht ihn in ihr Zimmer. Als die Tür zu ist, lässt sie seine Hand los und schmunzelt ihn an: ‚Ich geh nur kurz ins Bad, nicht weggehen.‘ Er kann nicht anders als laut loslachen, wo soll er denn hingehen, flüchten? Die Zeiten sind schon lange vorbei, doch er weiss, wie sie es gemeint hat, ihr liebevoller Humor war eindeutig dahinter. Sie hat was vor, das kann er spüren. ‚Okay, ich bleibe genau hier stehen‘, neckt er sie. ‚Okay, so war das nicht gemeint, du kannst dich natürlich frei bewegen im Zimmer‘, ruft sie aus dem Bad und er kann Wasser laufen hören. ‚Ach so viel Freiraum, nur das Zimmer‘, ruft er zurück. Nun lacht sie und ruft zurück gegen das Wasserrauschen: ‚Wenn du gehen willst, wirst du, das wissen wir beide.‘ Das lässt ihn etwas stutzig werden, denn ja, wenn er wirklich gehen wollen würde, er würde gehen. ‚Wow!‘, sagt er leise zu sich selbst und merkt nicht, dass das Wasser nicht mehr rauscht und sie schon hinter ihm steht. Sie spürt, dieser Satz eben, hat ihn berührt, ein situatives Berührtsein, ungeplant, eine embodied Spontanität die Raum möchte. ‚Das hat dich eben sehr tief berührt‘, spiegelt sie ihm. Er dreht sich um und sein Gesicht ist eine Mischung aus Aha-Erlebnis und nicht ganz wissen was noch kommt. ‚Es hat dich sehr tief berührt‘, stellt sie sanft fest. Er nickt nur leicht und schaut sie ruhig an und spürt, wie sie ihm Raum gibt, für das was da gerade spontan embodied in die Präsenz kam. Ein Erkennen, dass offensichtlich jetzt seine Zeit hat. ‚Wenn ich gehen will, werde ich gehen‘, wiederholt er und schaut sie weiterhin an. ‚Ja, die Freiheit ist da‘, antwortet sie und er verzieht das Gesicht etwas. ‚Raum ist‘, sagt sie sanft und lächelt ihn warm an. ‚Hm‘, ist seine Antwort. Etwas in ihm kommt quer. ‚Hey‘, spürt sie wie es zunehmend präsenter in ihm wird, was gesehen werden will. ‚Menschseindürfen‘, sucht sie seine Hand und er nimmt ihr Angebot auf diese Weise zu verbinden an. Ein tiefes weites Ausatmen folgt. ‚Das Geschenk des Menschseindürfens‘, wiederholt er und ein müdes Lächeln erscheint. ‚Vielleicht ist es eine Nachwelle‘, bietet die Schöpferin ihm an es abzugleichen mit seiner inneren Resonanz. ‚Hm, das kann sein‘, ist er weiterhin tief in sich mit diesem sich entfaltenden Sein, er spürt es möchte ihm was sagen. ‚Darf es sein?‘, lädt sie die Weite ein, mit hinein fließen zu lassen. ‚Es darf sein‘, seufzt er tief. Er sucht ihre andere Hand und seufzt erneut. Sein Blick senkt sich und er geht tiefer in seinen Körper. ‚Bleib einfach nur da‘, hört sie ihn sagen. ‚Ich bin da‘, ist ihre Antwort. ‚Gut‘, antwortet er. Er schließt die Augen und sein Körper beginnt sich etwas aufzurichten. Würde, spürt die Schöpferin ihn ihrem gemeinsamen Raum, Zuhausestille ist auch präsent und diese Kraft die sie beide in sich tragen. Es wird ein getragenes geschütztes Raumsein. ‚Da ist ein Anteil in mir, der bei diesem Satz sehr zügig in die Präsenz kam‘, teilt er nach einer Weile. ‚Hm‘, antwortet die Schöpferin und lässt ihn weiterreden: ‚Er möchte nicht mehr weitergehen, zumindest nicht allein.‘ ‚Dein innerer Anteil möchte nicht mehr allein weitergehen‘, spiegelt sie ihm. ‚Ja, er ist so müde, das allein zu machen‘, seufzt er. ‚Er ist müde‘, wiederholt sie. ‚Er will endlich bleiben, dort wo es ein inneres und äußeres Zuhause sein kann‘, fließen seine Worte weiter. ‚Bleiben wo es ein inneres und äußeres Zuhause sein kann‘, sagt sie in ihren Worten. Eine kurze Pause entsteht und der Schöpfer atmet tief aus, die erste Veränderung in seinem Körper, die Spannung lässt spürbar nach und er öffnet die Augen. ‚Danke fürs Begleiten und Raumsein‘, lächelt er sie liebevoll warm an. ‚Meine Seele möchte wissen, ob du auch bleiben willst, dort wo es ein inneres und äußeres Zuhause sein kann‘, fragt er sie direkt. Sie lächelt und ist versucht ihn etwas zu necken, doch sie spürt das wäre jetzt keine gute Wahl, stattdessen löst sie eine Hand und legt sie auf sein Herzbereich, sagt nichts, sondern ist einfach nur präsent in ihrem würdevollem meditativem kraftvoll weichem embodied entspanntem liebevollem vertrauensvollem Frausein. ‚Hm‘, ist eine Antwort und er legt seine freie Hand auf ihren Herzbereich. ‚Unsere Körper haben kommuniziert‘, grinst er jetzt doch etwas schelmig und abenteuerlustig. ‚Ja, das haben sie‘, lächelt sie ihn ebenfalls weit und verschmitzt an. ‚Ich habe gespürt, du wolltest den liebevollen Humor mitreinholen und hast dich für die Tiefe entschieden, danke‘, teilt er sein Wahrnehmen mit. Sie lacht laut los und schüttelt etwas den Kopf. ‚Ich kann dich lesen‘, grinst er nun noch mehr mit einer tiefen Abenteuerlust im embodied Ausdruck. ‚Wow, deine Lebendigkeit!‘, stellt sie fasziniert fest. ‚Hm‘, ist seine einzige tief wissend schmunzelnde Antwort. ‚Das Geschenk des Menschseindürfen und das Geschenk sich gegenseitig lesen zu können und den Raum für Kommunikation zu haben, was wir beide wahrnehmen‘, fasst er es zusammen. ‚JA!‘, ist sie in tiefer Resonanz damit. ‚Das Geschenk des Menschseindürfens, egal wie der Tag war, wir bringen was mit und wenn wir beide wollen, kann das unsere Verbindung lebendig halten und lebendig machen, selbst im Alltag. Plus wir entfalten ja weiter, also gibt es wohl keinen Moment, wo etwas nicht präsent ist‘, ergänzt sie. ‚Ja, wenn ich für mich Menschsein darf, bin ich sehr nah an mir, da ist immer etwas präsent, wir leben ja nicht in einem reizabgeschirmten Schutzraum damit sich in uns nichts bewegt‘, grinst er. Sie lacht und meint: ‚Hm, ja, das, was viele total überfordert, ist für uns ein tägliches bewusst gewähltes Sein.‘ ‚Ja, das ist es und mittlerweile eine tiefe Bereicherung‘, bekennt er sich zu seiner inneren Vielfalt und wachen Wahrnehmung. ‚Ohja, wie wunderschön‘, ist sie nun tief berührt. ‚Brauchst du jetzt Raum‘, schaut er sie fragend an. ‚Ich weiss es noch nicht genau‘, ist sie offen. ‚Wenn ja, sag es bitte, ja?‘, bittet er sie. ‚Wenn Fürsorge und Fürsorge einfach zusammen zu fließen beginnen, ohne dass es leerläuft oder ins Leere läuft‘, stellt sie fest. ‚Ja, das tut gut‘, antwortet er und zieht sie mit seiner anderen Hand näher, löst die Hand von ihrem Herzen und umarmt sie. Sie löst ihre Hand von seinem Herzbereich und umarmt ihn ebenfalls. ‚Sanft getragen, weich geborgen, liebevoll warm umhüllt‘, sagt er leise und sie spürt eine ruhige Wärme von ihrem Herz ihren ganzen Körper wärmen. ‚Hm, ja‘, atmet sie tief aus und ihre Weichheit öffnet einen tieferen Raum in ihr. ‚Wow‘, kommt von ihm, ohne dass sie es kommuniziert hat. Ein leises Lachen kann er von ihr hören und in ihm beginnt sich ebenfalls eine ruhige Wärme von seinem Herz in seinem Körper auszubreiten. ‚Deine Weichheit hat mich soeben eingeladen tiefer zu gehen‘, sagt er. ‚Hat sie das?‘, fragt sie freudvoll wissend. ‚Ja, das hat sie‘, lacht er und geht auf ihre spielerische leichte Freude ein. ‚Und was macht deine Sanftheit?‘, will sie wissen. ‚Hm, sie geht mit‘, sagt er sanft. ‚Hm‘, kommt von ihr und sie atmet tief aus und verstärkt ihre Umarmung sanft. ‚Was ein Tag‘, löst er sich etwas und sie lässt ihn ganz los. Schaut ihn an und nimmt dieses tiefe lebendige Leuchten in seinen Augen wahr. ‚Deine Augen leuchten‘, lächelt sie ihn an. ‚Hm‘, meint er und antwortet: ‚Sie haben auch allen Grund dafür.‘ ‚Das ist wunderschön‘, lächelt sie sichtlich erfüllt und innerlich ganz ruhig. ‚Das Geschenk des Menschseindürfen‘, wiederholt er. ‚Ja, das Geschenk des Menschseindürfens und das Lieben, wahrzunehmen was ist, in dir und Raum dafür zu schenken‘, schaut sie ihn warm an. ‚Und in dir‘, ergänzt er. ‚Wird das langweilig?‘, wirft sie dir Frage ein. ‚Schon gleich der Test?‘, lacht er und schaut sie ganz tief ruhig an: ‚Nein, das wird nicht langweilig, denn wir leben beide unser Menschsein eigenverantwortlich und mit dem Leben, wie wird da etwas langweilig?‘ ‚Zu anstrengend?‘, hat sie die nächste Frage. Nun lacht er und grinst, wartet etwas, bis er sagt: ‚Du lebst dein Menschsein, was ist da zu anstrengend?‘ ‚Im Grunde nichts, es darf ja alles da sein‘, lacht sie. ‚Das ist die Antwort‘, nickt er ihr zu. ‚Allerdings nur, weil wir beide unsere Selbstverantwortung sind und leben‘, ergänzt sie. ‚Ja, doch das ist einfach da, es braucht kein erinnern daran. Es ist aus dir und mir natürlicherweise gelebt, unsere Würde wird auch nichts anderes zulassen‘, grinst er. Sie schüttelt leicht den Kopf, was der Tag heute alles als Geschenke mitgebracht hat. ‚Und jetzt?‘, will sie wissen. ‚Jetzt nehme ich das Geschenk des Menscheindürfens an und lade dich ein mit mir zusammen das zu leben‘, sagt er. ‚Hm, und ich nehme es auch an und nehme deine Einladung an‘, lächelt sie sanft und kommt näher, um ihn zu küssen. Nach dem Kuss seufzt er wohlig und meint: ‚Ich habe Hunger.‘ Sie lacht und schaut ihn tief wahrnehmend an. ‚Du prüfst welche Art von Hunger‘, neckt er sie. Sie sagt nichts und lächelt nur still. ‚Das Geschenk des Menschseindürfens und du darfst mich lesen, leben wir schon länger wie heute‘, erinnert er. ‚Ja ich weiss, doch heute hat es ein ganzes embodied Ja erhalten und ich freue mich darauf‘, strahlt sie plötzlich aus sich. ‚Hm, dein Strahlen ist eindeutig, deine ruhige lebendige Freude lädt ein und mein Mannsein kann da einfach nicht abschlagen‘, neckt er sie. ‚Dann ist ja gut‘, nimmt sie seine Hand und sie gehen Richtung Zimmertür. ‚Abendessen gibt es doch erst später‘, erinnert er sie. ‚Das darf es ja auch, wir holen uns nur schnell einen kleinen Snack aus der Küche‘, lächelt sie. ‚Oh, okay, Abenteuer auf dem Schloss‘, lacht er frei und sie gehen gemeinsam in die Küche. Dort herrscht reges Treiben und Joseph arbeitet heute. Er winkt ihn kurz zu, weiss jedoch, dass die Schöpferin sich allein zurechtfindet und konzentriert sich auf seine Arbeit. ‚Komm‘, geht sie Richtung Speisekammer und steuert zielstrebig auf eine Dose zu. ‚Kekse?‘, hält sie ihm die offene Dose hin. ‚Gerne‘, er nimmt sich einen und sie auch. ‚Hm, die sind köstlich‘, murmelt er mit Keks im Mund. Sie lächelt und nickt. ‚Noch einen?‘, hält sie ihm die Dose hin. ‚Wenn schon, dann ja‘, lächelt er und holt sich noch einen. ‚Die sind echt lecker‘, bekennt er, als er ihn gegessen hat und sie die Dose wieder verschlossen ins Regal gestellt hat. ‚Ja, Josephs Spezialkekse‘, lächelt sie. ‚Dann werde ich mich wohl bei Joseph bei Gelegenheit bedanken‘, lächelt er. Er geht ein Stück auf sie zu, umarmt sie und hält sie sanft. ‚Danke‘ sagt er und sie fragt: ‚Für was?‘ ‚Für das hier‘, ist seine Antwort und sie weiss was er meint: Menschseindürfen.
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